Azubi-Recruiting Trends 2018: Bayer, Google oder Roche?

In Kürze: Frohes Neues Jahr wünschen wir allen unseren Lesern.

2018 müssen sich Unternehmen im Online Recruiting von Airbnb, Amazon und Zalando inspirieren lassen.
Für die „ShaRenting“ Generation, d.h. bis 20 Jährige welche vermehrt Filme, Kleider und Musik mieten (z.B. Netflix, Dimi, Spotify streaming statt CD oder DVD zu kaufen) oder car sharing dem Autokauf vorziehen (z.B. Lyft, Uber, Mobility, rent the car, share the ride), ist Usability und User-Friendliness der Karriereseite einer Firma sehr wichtig.
ERGO, Swiss-Life oder Swisscom tun sich hier etwas schwer. Andere, wie z.B. DHL oder UBS machen es besser.
Hier die Resultate und Tipps in unserem Ratgeber

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Die Fragen unten einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Viele von uns shoppen bei Amazon oder Zalando. Oder wir bestellen uns am Freitagabend nach der Party eine Fahrt auf Uber. Das Wichtigste, was diese Dienstleister dabei verbindet, ist, dass ihre Webseite und / oder ihre App einfach zu bedienen ist.

1 oder 2 Clicks und schon ist der Uber Fahrer unterwegs oder das gewünschte Kleid im Warenkorb von Zalando. 2 Dinge fallen auf:

  1. Bei einigen e-Commerce Webseiten oder Apps klappt das sehr gut. Doch manchen Dienstleistern fällt dies schwerer. Beispielsweise sind bei ERGO mehr als 6 Clicks nötig, um Informationen zu einem Versicherungsangebot zu finden.
  2. Was bei Online Bestellungen sehr gut funktioniert, wird auf der Karriereseite einiger Unternehmen schwieriger. Suche ich hier einen Ausbildungsplatz, sind die Informationen oft nicht einfach zu finden.

So zeigt die Seite der ERGO Group unten gut auf: Auch wenn Karriere prominent im Reiter aufgeführt ist, heisst dies nicht, dass die Inhalte dieser Seite gut strukturiert sind.

Wenn ein Kunde Probleme hat, die Infos zum Produkt zu finden oder dieses zu bestellen, wie schwierig wird es dann für einen Schüler Angaben zur Ausbildung zu finden?
Wenn ein Kunde Probleme hat, Infos zu einem Produkt zu finden oder dieses zu bestellen, wie schwierig wird es dann für einen Schüler Angaben zu einer Ausbildung zu finden?

Bei ERGO ist der Schüler nach 6 Clicks dort, wo er sein sollte. Doch die Angaben zur dualen Ausbildung sind bei verschiedenen Berufen eher spärlich.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die zeigen, wie es geht. So z.B. die DHL (Deutsche Post).

Hier wird es Schülern sehr einfach gemacht, die relevanten Informationen für einen möglichen Ausbildungsplatz auf der Webseite mit 2 Clicks zu finden (siehe unten).

DHL spurt vor: 2 Clicks und der Schüler weiss welche Ausbildung DHL anbietet und wann und wie man sich zum Schnuppertag anmeldet.
DHL spurt vor: 2 Clicks und der Schüler weiss, welche Ausbildung DHL anbietet und wann und wie man sich zum Schnuppertag anmelden kann.

Hier ist es der DHL gelungen, den Bewerber Journey einfach aufzuzeigen. Und das obwohl sich jedes Land der Corporate Struktur der DHL Webseite anpassen muss. Das heisst, grosse Flexibilität, welche eine Anpassung an nationale Gegebenheiten und Erfordernisse ermöglicht, hat man hier nicht.

Trotz dieser Einschränkungen sind die Informationen zu den Ausbildungsangeboten auch für die DHL Schweiz sehr schnell auffindbar. Eine klare Strukturierung inklusive Daten zu den Events. Chapeau!

1. Wie hilfreich ist unsere Webseite?

Warum haben Amazon oder Zalando Erfolg?
Der wichtigste Grund ist, dass man das Produkt, das man kaufen möchte, mit etwa 2 Clicks finden kann. 2 – 4 weitere Clicks, je nach dem, ob man Neukunde ist oder nicht, dann ist der Checkout auch schon bewältigt.

Es kann nur als logisch erscheinen, dass auch Stellensuchende die Informationen auf der Webseite schnell finden wollen. Doch dieses Usability Prinzip wird oft vernachlässigt.

DHL macht hier vor, wie man dies erfolgreich umsetzt. Und das obwohl die Corporate Webseite die Möglichkeiten in Sachen Gestaltung und Inhalten für die Länderorganisation Schweiz stark einschränkt.

Einen flexibleren Weg ist die Alpiq InTec (siehe unten) gegangen. Sie hat eine neue Webseite mit eigener Domaine für die Ausbildungsressorts in 2014 lanciert. Den direkten Zugang zu dieser Seite erhält man dabei auch über die Corporate Webseite. Darüber hinaus sind die meisten Informationen der Azubi Webseite auch auf der Corporate Webseite zu finden.

Ende 2017 ist diese Seite einem Redesign und einer Umstrukturierung unterzogen worden, um zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe von 14 bis 16 jährigen Schülern, wie auch deren Eltern und Lehrern eingehen zu können.

Die Azubi Webseite von Alpiq InTec (einem Unternehmen der Alpiq Gruppe) kommt farbiger daher als die Corporate Webseite. Zudem spielen Bewegtbild / Videos eine viel wichtigere Rolle als auf der Firmenwebseite.

Der Leserdialog ist auf der Azubi Webseite möglich. Lehrer und Eltern stellen Fragen oder kommentieren. Auch Schüler und ehemalige Auszubildende lassen von sich hören und hinterlassen Kommentare.

Noch besser ist, dass all diese Leserkommentare fachkundig beantwortet werden.

Was Schüler wissen müssen bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz.
Was Schüler bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz wissen müssen.

Jugendliche gezielt und zeitsparend anzusprechen in Sachen Ausbildung klappt bei vielen Unternehmen wie DHL gut. Bei einigen wie der Alpiq InTec sogar sehr gut – Bewerbung.

Doch oft ist die Navigation auf Webseiten nicht einfach. Wenn Lehrer oder Eltern den Jugendlichen helfen können, klappt dies meistens. Doch ohne deren Hilfe wird es für Schüler oft schwierig, die benötigten Informationen zu finden.

Deshalb sollte sich ein Unternehmen in Sachen Nutzerfreundlichkeit oder User-Friendliness immer diese Fragen stellen:

  • Findet eine 13 bis 16 jährige Schülerin sich auf unserer Webseite auch ohne fachkundige Eltern zurecht?
  • Sind die Informationen, welche wir offerieren, vollständig?
  • Beantworten wir die Fragen via Email oder Telefon altersgerecht?

Oft können diese 3 Punkte allesamt mit nein beantwortet werden. Nur zur Illustration, wenn ich z.B. die Seite von Roche besuche, finde ich auf den ersten Blick keine Informationen zum Thema Karriere. Erst wenn ich auf Menu klicke, zeigt es mir eine Seite „Karriere“ zur Auswahl.

Klicke ich dann auf Karriere, finde ich einige Informationen zum Thema Karriere bei Roche. Leider jedoch kaum Angaben zur Ausbildung. Gebe ich eine Suchanfrage ein wie „Lehrstelle“, ist das Resultat = 0.

Es sollte ja nicht sein, dass die Schüler zuerst eine Suchmaschine nutzen müssen, um den notwendigen Link zur richtigen Seite auf der Firmenwebseite zu finden. Erst recht nicht, wenn es dann, wie in den meisten Fällen, mehrere Versuche und Clicks braucht.

Doch in dieser Sache ist Roche leider in sehr guter Gesellschaft. Auch bei Bayer braucht es viele Clicks. Unter „Berufseinsteiger“ findet man keine Informationen zu den Ausbildungsprogrammen. Erst unter Arbeiten bei Bayer findet man das Wort Berufseinstieg wieder. Für einen 14-Jährigen ist dies nicht einfach zu überschauen.

Doch von Amazon, Zalando, Uber oder Airbnb wissen wir, dass es besser geht. Usability 101 verlangt, dass wir es einfacher machen, wenn wir die von uns gewünschte Zielgruppe erreichen möchten.

Doch auch Swiss Life tut sich schwer. In unserem Kurztest mit 3 Schülern war es keinem von diesem klar, ob das Unternehmen von ihnen erwartet, dass sie eine Schnupperlehre machen. Sie fragten sich ebenfalls, ob eine solche Schnupperlehre oder ein mehrtägiges Praktikum ein Teil vom Selektionsprozess darstellt, oder eben nicht.

Der Kunden oder Customer Journey ist hoffentlich nicht so kompliziert wie der Azubi Journey. Wäre dem so, würden wohl zu viele mögliche Kunden die Swiss-Life Webseite nach 5 Sek. verlassen. 
Der Customer Journey ist hoffentlich nicht so kompliziert wie der Azubi Journey. Wäre dem so, würden wohl zu viele mögliche Kunden die Swiss-Life Webseite nach 5 Sek. wieder verlassen…

2. Sind wir „kundenfreundlich“?

Die obigen Ausführungen zeigen, viele Unternehmen behandeln die Aufarbeitung der Informationsseite zum Thema Ausbildung wie ein Stiefkind.

Es ist weder einfach die notwendigen Infos schnell zu finden, noch sind diese immer gut strukturiert und aussagekräftig.

Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen hat über 1,450 Bewerbungen im Jahr für ca. 290 Lehrstellen in 12 Berufen. Das es hier eine gewisse Systematisierung der Abläufe im Rekrutierungsprozess braucht, ist klar.

Würden Sie einen Kunden auffordern, in 2 Monaten nochmals vorbeizukommen, weil:

  • wir die Daten, wann, wo und wie man sich bewirbt (oder ein Auto kauft), erst in 2 Monaten haben?

Auch bei Swiss Life muss man z.B. mehrmals vorbeikommen. Ende Jahr sollten z.B. die Termine laut der Webseite für die Schnuppertage feststehen. Dies war jedoch an Weihnachten noch nicht der Fall, was ich als Ende des Jahr bezeichnen würde.

Also blieb den Schülern in dieser Klasse nichts anderes übrig als bis Januar 2018 zu warten, um mehr Informationen erhalten zu können. Leider waren dann aber schon mehrere der Schüler mit anderen Möglichkeiten konfrontiert. Das heisst sie bewarben sich erfolgreich anderswo.

Wie beim Customer Journey müssen wir auch beim Bewerber Journey für Azubis die Dinge sorgfältig aufgleisen. Auch hier wollen wir keine Leads verlieren.

Bei der Zürcher Kantonalbank ZKB kann man z.B. an einer Messe einen Test machen. Wenn man diesen dann beendet hat und eine hohe Punktzahl erreicht, was dann? Niemand will die Adresse der Schüler.

Diese Sales Funnel Technik ist, so scheint es, bei den meisten Rekrutierungsabteilungen kein bekanntes Konzept. Auch das Word Leads ist hier wohl unbekannt.

Im Verkauf würden wir z.B. mit Hilfe der eMail Adresse den Interessenten für das neue Produkt relevante Informationen zukommen lassen. Warum tun wir dies nicht auch mit interessierten Schülern, welche uns auf einer Messe besuchen? Mit der Adresse können wir diesen informieren über einen Informationstag für den man sich registrieren kann, usw.

Customer Journey und Customer Touchpoints: Praktische Vorlage für den Erfolg im Recruiting für Ausbildungsplätze.
Customer Journey und Customer Touchpoints: Praktische Vorlage für den Erfolg im Recruiting für Ausbildungsplätze.

Google sieht das Recruiting von Auszubildenden nicht als einen Journey mit wichtigen Touchpoints.

Doch so ohne weiteres finden wir auf der Google Webseite keine Informationen zu den Ausbildungsangeboten beim Unternehmen. Auch im Ranking der Suchmaschine gibt es unter den ersten 10 Einträgen nichts zur Ausbildung bei Google.

Finden lassen sich die spärlichen Informationen nur über die Berufsberatung.ch Webseite.

Hier kommt die eher spartanische Google Recruiting Webseite für Ausbildung – Lehrstellen die man mit Hilfe des Links findet:

Recruiting 1 x 1 - Google braucht Nachhilfeunterricht. Spärliche Informationen in keiner der Landessprachen.
Recruiting 1 x 1 – Google braucht Nachhilfeunterricht. Spärliche Informationen in keiner der Landessprachen.

Nich nur die Webseite ist in Englisch, auch die Anfrage und Antworten sind in keiner der Landessprachen verfasst.

Die Infos unten zeigen, Google tut sich noch schwer das ganze zu personalisieren.

Aber das Image der Firma macht die Fehler in Sachen Usability und dem schlechten Recruiting Funnel Management sicherlich wett.

Dez. 9, 2018
Dear Sir or Madam
I am very interested in doing an apprenticeship with Google Switzerland in the area of Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung.

However, to give me and you the opportunity to get to know each other better, I was wondering if there is an opportunity for:

– an Infonachmittag and
– a Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung

I would appreciate to get some additional information.
Cordially
Name
P.S. I will be ready to start my apprenticeship August 2019.

Dez. 9., 2018 Automatische Antwort

From: Apprenticeship ZRH <apprenticeship.zrh+noreply@google.com>
Date: 2017-12-09 10:39 GMT+01:00
Subject: Re: Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung
To: Adresse

Thank you for your interest in the apprenticeship program with Google Switzerland.
Please note that we won’t be conducting interviews for the remainder of the year, and your application will be reviewed in January. We will get in touch with you for next steps.

Happy Holidays!

Dez 12, 2018 personalisierte Antwort an Schülerin von Google Ausbildung.
From: Person <apprenticeship.zrh@google.com>
Date: 2017-12-11 10:20 GMT+01:00
Subject: Re: [apprenticeship.zrh] Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung
To: Person

Hi Name,

Thank you for your interest in apprenticeships at Google Switzerland.

We currently don’t have any taster days scheduled, but would be happy to update you as soon as we organize one in the future. I have added you to our list of contacts now.

Best regards,
Janina
Google Switzerland Apprenticeships Team

Ein Informationstag bei Google ist interessant. Ein Schüler will sich ein Bild machen über den Beruf für den man sich interessiert und wie es sich so fühlt bei Google zu arbeiten. Reicht diese kurze Zeit?

Fragen welche sich ein Schüler und Unternehmen stellen müssen sind z.B.:

  1. Kann sich ein Schüler ohne Arbeitserfahrung hier nach 3 Stunden ein klares Bild machen, was die Zustimmung zu einer 4-Jahre dauernden Ausbildung für ihn oder sie bedeutet?
  2. Fühlt man sich da vielleicht wie derjenige, der die Katze im Sack kauft?
  3. Ist diese Situation optimal für das auszubildende Unternehmen? Man „verkauft“ die Ausbildung als möglichst attraktiv, aber ist das realistisch?

3.  Den Bewerber auf dem Laufenden zu halten, ist Pflichtprogramm

Doch wenn der Kunde oder auch der mögliche Lehrling dann einmal in Kontakt steht mit dem Unternehmen, braucht es viel Arbeit um diesen zu gewinnen.

Dieses Bedürnis nach Information entdeckte 1994 FedEx als möglichen USP den es zu nutzen galt. Das Unternehmen führte  die Sendungsverfolgung für Kunden über das Internet ein. Dieser damals neuartige Service des Tracking einer Lieferung erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit bei Kunden.

Heute werden solche Möglichkeiten z.B. auch von Amazon, DHL oder der Post angeboten. Wir empfehlen einen ähnlichen Ansatz wenn es um die Rekrutierung von Auszubildenden geht.

Nach Eingang einer Bewerbung oder Anfrage generiert das System z.B. bei Google (siehe oben) eine Standardmitteilung, welche bestätigt, dass die Kontaktaufnahme erfolgreich war.

Betreff: Eingangsbestätigung Bewerbung für eine Schnupperlehre als Informatiker/in EFZ Fachrichtung Applikationsentwicklung
An: ….
Cc:

Sehr geehrte Frau
Wir bestätigen Ihnen hiermit, dass wir die Bewerbung für eine Schnupperlehre als ……. EFZ Fachrichtung ……. erhalten haben.
Wir werden Sie in den nächsten Tagen kontaktieren und den Termin bestätigen.
Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen keine Nachricht von uns erhalten, wenden Sie sich bitte an die untenstehende Adresse.

Adresse

Freundliche Grüsse
Berufsbildung Name Unternehmen AG

Ein Tag später kommt vielleicht eine weitere Email, die um Ergänzungsinformationen bittet. Nach deren Erhalt kommt 72 Std. später die Bestätigung, dass man das Praktikum oder die Schnupperlehre am gewünschten Datum machen kann. Zur Sicherheit kommt dies dann auch noch 2 Tage später als Brief mit der Post.

Das obige Beispiel zeigt: Der Schüler wird immer wieder informiert und weiss ungefähr, wie lange er noch warten muss. Dabei sollte aber auch kommuniziert werden, welche Hürde er oder sie im Bewerbungsprozess noch zu bewältigen hat, wie z.B. Prüfungen. Dies umso mehr, wenn es mehr Ausbildungsplätze zu besetzen gilt, als Schüler, die eine Berufslehre absolvieren wollen. In 2017  waren je nach Beruf, 5 – 15% der offenen Ausbildungsplätze in der Schweiz nicht besetzt.

Ganz besonders schwierig ist es, alle offenen Ausbildungsplätze im MINT (d.h. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Bereich mit qualifizierten Bewerberinnen zu besetzen.

Roche Basel versucht den Fluss von Bewerbern zu kanalisieren, d.h. z.B. Selektionierung gleich zu Beginn.
Roche Basel versucht den Fluss von Bewerbern zu kanalisieren, d.h. z.B. Selektionierung gleich zu Beginn.

4. Ihre Meinung zähltCLICK - more information about: Gattiker, Urs E. (2013). Social Media Audit: Measuring for Impact – ISBN 978-1-4614-3602-7

Die obigen Beispiele zeigen, dass bei einigen Unternehmen die Online Kommunikation zum Thema Rekrutierung und Ausbildung deutlich verbessert werden kann.

Kommunikation über Instagram, Twitter oder Facebook macht vielleicht auf den ersten Blick Sinn. Fragt man jedoch Schüler, wollen sie auf diesen Plattformen nicht zum Thema Ausbildung mit Unternehmen kommunizieren.

Deshalb muss die Usability (Nutzbarkeit) und Usefulness (Nützlichkeit) der Informationen auf der eigenen Webseite sehr viel besser werden. 2 Clicks müssen zur gewünschten Information zur Ausbildung oder Lehrstelle im Unternehmen führen.

Die ShaRenting Generation (bis 20 Jahre alt) will alle Information möglichst mit wenig Aufwand und übersichtlich präsentiert. Wenn sie es nicht kriegt, sind sie von unserer Webseite weg

Was ist Ihre Meinung oder Antwort zu den Fragen unten:

  1. Wie gut oder klar strukturiert sind die Informationen zu offenen Ausbildungsplätzen auf Webseiten, welche Sie besucht haben?
  2. Welche Erfahrungen haben Sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gemacht?
  3. Wie und wo war Ihre Hilfe als Mutter oder Vater gefragt bei der Sondierung von Online Informationen zur dualen Ausbildung in einem Unternehmen?
  4. Wie hat Ihr Unternehmen in den letzten 12 Monaten versucht den Rekrutierungsprozess zu verbessern? Welche Kennzahl war bei dieser Arbeit wichtig?

Offfenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

PS. Bitte registrieren Sie sich für den nächsten Event / Workshop in Konstanz beim Südkurier, Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder General Data Protection Regulation (DSPR): Erfahrungsberichte und technische, juristische Feinheiten zur optimalen Umsetzung im Unternehmen

Urs E. Gattiker - DrKPI@

CEO von CyTRAP Labs GmbH, Erfinder derDrKPI® Marke,welche Smart Data, AI und Datenschutz Tools und Services für Fortune Global 500 Firmen und Start-ups anbietet. Er lehrte zuvor als Professor an Universitäten in Kanada, Australian, Deutschland, Dänemark und den USA auf den Gebieten Management, Innovation & Technologie (sieheFachbücher). Urs ist Vizepräsident bei marcom suisse. Auch amtet er als Präsident vom Marketing Club Lago #MCLago, dem 4-Länder Club beim Deutschen Marketing Verband (DMV) (siehe auch Interview mit Urs) mit seinen mehr als 60 Clubs und 15,000 Mitgliedern. Als Co-Chair vom Competence Circle Technologie, Innovation & Management (ccTIM) vom DMV beschäftigt er sich mit den Trends.

2 thoughts on “Azubi-Recruiting Trends 2018: Bayer, Google oder Roche?

  • 4. Januar 2018 at 8:58
    Permalink

    Mir persönlich gefällt Capgemini’s Career Page.

    Nicht zu bunt, was ich auch bei Consulting nicht erwarte, aber mit den wichtigen Infos und gut strukturiert aufgebaut. Menschen erzählen über ihre Arbeit – finde ich extrem wichtig.

    Unter vielen Job Descriptions kann sich die Mehrheit nichts vorstellen, vor Allem nicht Teenager auf Jobsuche.
    Was sind die Ziele und Visionen des Unternehmens?
    Warum sollst Du gerade zu uns kommen?
    Wie fördern wir unsere Angestellten?
    Was gibt es für Jobangebote für Deine Lernstufe?

    Bevor der Bewerber sich zu einer aufwändigen Bewerbung entschließt, ist erst einmal positive Aufklärung nötig.
    Das fehlt vielen Unternehmen noch.

    Reply
    • 4. Januar 2018 at 10:04
      Permalink

      Lieber Pascal

      Herzlichen Dank für das Feedback. Die Capgemini Karriereseite ist klar strukturiert

      Capgemini Karriereseite: Keine  Azubi gesucht aber Karriereeinsteiger.

      Auch wenn es hier nichts für Schüler gibt die nach einem Ausbildungsplatz suchen, die Information sind klar strukturiert

      Interessant finde ich auch, dass ich nach offenen Praktikantenstellen suchen kann auf der Webseite ==> https://www.capgemini.com/de-de/karriere/jobs/?search_term=praktikum und dann eine Liste der Möglichkeiten erhalte.

      Die Ansprache ist jedoch in den verschiedenen Stellenangeboten für Uni-Studenten die ein Praktikum suchen unterschiedlich. Manchmal werden die Studenten mit Du und manchmal mit Sie angesprochen:

      – „Sie bekommen Ihre eigenen kleineren Entwicklungsaufgaben …“
      – „Du unterstützt uns bei der Betreuung der Capgemini Employer Branding Social Media Auftritte (Facebook, XING, LinkedIN, Kununu, Glassdoor, Youtube)…“

      Eine Vereinheitlichung wäre vielleicht noch empfehlenswert.

      Aber tolle Sache. Danke für den Hinweis Pascal.

      Reply

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