Marktleader: Amazon, Migros oder Coop?

In Kürze: Inwiefern hilft die Marke Amazon und Zalando deren Verkäufe zu steigern?
Wir zeigen ein paar Beispiele, welche Unternehmen in Sachen Markenaufbau die Dinge clever angehen.
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt welche Lektionen KMUs für sich rausziehen können.

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Gerade neulich las ich, dass der Online-Kleiderhändler Zalando zweistellig wächst – 23% – und im letzten Vierteljahr knapp 980 Mio. € umgesetzt hat. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde zu Jahresbeginn auf ca 20 Mio. € geschätzt, was einer Marge von 2% entspricht.

Doch die Jagd nach neuen Kunden geht weiter und in den meisten Kleiderläden pfeift ein kalter Wind. Yendi musste diesen Monat die Bilanz beim Konkursverwalter deponieren.

Der Trend zeigt, dass es immer bessere Argumente braucht wie gute Beratung, vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis, usw. um Einkäufer in Läden zu locken. Denn immer mehr lieben es von der Couch aus über das Internet zu shoppen.

1. Beispiel Coop und Migros

Diesem Trend haben sich auch Coop und Migros in der Schweiz nicht verschliessen können. Will heissen, die beiden Grossverteiler bieten immer weitere Plattformen, Produkte und Dienstleistungen über das Internet an.

Mit all diesen Produkten ist natürlich die richtige Namensgebung ebenfalls sehr wichtig. Immer mehr Produkte brauchen immer noch griffigere oder einprägsamere Namen. Ansonsten erhalten sie keine Aufmerksamkeit vom Kunden und sind dann sehr schnell dem „Tode“ geweiht.

Natürlich gibt es hier eine bewährte Strategie. Zum Beispiel kann ich eine ganz Palette von ähnlichen Namen kreieren. Nestlé hat dies vorgemacht, Beispiel einer Familie von Brands: Nescafe, Nespresso, usw.  Aber auch hier gibt es wie bei Volkswagen weitere Marken die wenig wie nichts mit den anderen verbindet.

Migros versucht sich hier ebenfalls, Beispiel: Platform Migipedia oder die neue Kochplattform Migusto.

Dabei wollen Hersteller wie auch Grossverteiler die möglichen neuen Trends nicht verschlafen.

Beispiele sind diese 2 Kochplattformen von 2 Grossverteilern, welche in der Schweiz online gegangen sind. All dies geschah im Februar 2o17, innerhalb von 2 Tagen:

In Tabelle 1 habe ich 3 wichtige Dinge aufgelistet. Diese müssen beim Branding und Aufbau einer Marke wie Migusto oder Fooby berücksichtigt werden.

Tabelle 1: Was Marketing Expertinnen zu schätzen wissen
1.1 Guter Name macht den Unterschied

Ein guter einprägsamer Name, der sich sogar vielleicht noch in mehreren Ländern nutzen lässt ist der richtige Ansatz (zu.B. Red Bull). Doch zeigt sich auch hier, dass dies nicht so einfach ist.
Mit anderen Worten, auch wir haben Lehrgeld bezahlt.

1.1.1 Bsp.  Unser Firmennamen: CyTRAP – Cyber Threat Reduction and Prevention – Abkürzung ruft bestimmte Assoziationen hervor (z.B. Hacking, Phishing, Bots).  Ist aber im Bereich Social Media oder Marketing nicht gerade ein hilfreicher Name 🙂

1.2. Ist die Internet-Domaine frei?

Wenn eine Domaine (z.B. .com) nicht frei ist im eigenen Lande oder einem wichtigen Markt (z.B. DE), dann sollte man es sich genau überlegen, ob nicht ein anderer Name genutzt werden sollte. Ansonsten muss dieser wohl gekauft werden (z.B. Lumendi.fr).

1.2.1 DiLumen ist z.B. ein Produkt wo die Internet Domaine .com nicht frei war.
Vielleicht hätte man dies vorher abchecken müssen oder aber besser eine andere Variation des Firmennamen Lumendi genutzt?

1.3. Kann der Markenname geschützt werden?

Manchmal kann man zwar die Domaine für den Namen erhalten, aber die Marke lässt sich nicht schützen.
Es kann auch passieren, dass der Name leicht zu Verwechslungen führt.

1.3.1 Bsp. Commetrics konnten wir in der Schweiz schützen aber nicht in den USA
1.3.2 Bsp. Fooby von Coop Basel, habe ich schon falsch eingetippt als Foody und Foodie …. und in einigen Ländern wird diese Marke von einem Fashion Label genutzt.

2.  Amazon macht viele Dinge sehr gut

1994 hat Jeff Bezos Amazon gegründet. Im ersten Aktionärsbrief in 1997 wies er darauf hin

… Amazon.com passed many milestones in 1997: by year-end, we had served more than 1.5 million customers, yielding 838% revenue growth to $147.8 million, and extended our market leadership despite aggressive competitive entry.
But this is Day 1 for the Internet and, if we execute well, for Amazon.com.

Das zeigt, das Amazon wohl etwas riskierte aber vielleicht auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Heute glaubt die Credit Suisse, dass z.B. in diesem Jahr in den USA rund 8’640 Läden die Tore schliessen dürften.

Amazon Web Services (AWS) hat 2006 angefangen und ist heute eine Division welche $12 Milliarden jährlich umsetzt – mit einer Wachstumsrate von gut 50% jährlich. Tendenz steigend.

Auch die neue Amazon Logistics bäckt zur Zeit, wie in 2006 die AWS, noch kleine Kuchen. Aber wie auch bei AWS wurde der Amazon Logistics+ Service (für kleine Firmen in China – egal ob diese über die Amazon Plattform verkaufen oder nicht) zuerst für Amazon selber genutzt. Im November 2016 hat der Service angefangen zwischen 10 bis 13 Container pro Woche mit Ware von Kunden von China in die USA zu bringen. Amazon selber nutzt diesen Service für 350 Container die Woche.

Der neueste Service ist der Amazon Trade Counter welche in den USA, UK und Deutschland zur Zeit expandiert. Hier versucht die Plattform Firmen anzusprechen, den B2B Bereich.

400,000 amerikanische Firmen haben sich zum Einkaufen auf dieser Plattform schon im ersten Jahr registriert. In Deutschland haben sich seit Dezember 2016 (Launch) bis April 2017 schon mehr als 10,000 Firmen eingetragen. Da entwickelt sich ein gewaltiger virtueller Markt im B2B Bereich.

Amazon hat ebenfalls einen Lieferservice Amazon Pantry in Deutschland genannt Amazon Prime Pantry in den USA.  Dieser soll vielleicht 2017 auch in die Schweiz kommen. Da könnte Amazon ja vielleicht noch von Coop at Home oder Le Shop von Migros lernen. Wer weiss.

PS. Pantry bedeutet ein kleiner Raum oder Küchenschrank wo man Esswaren und / oder  Besteck, aufbewahrt. Hier hat der Name eine Bedeutung in der englischen Sprache.

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?
Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

3.  Marketing Trend: Digitale Kopfschmerzen

Was Amazon klar demonstriert ist, dass ein früher Markteintritt – wenn nicht zu früh – es einem einfacher macht den Markt zu erobern. Das hat relativ wenig mit Marketing zu tun…aber nur auf den ersten Blick, denn ein gutes Branding macht Amazon alleweil.

Beispielsweise hat Amazon immer den Firmennamen vorne angestellt. Produktnamen beginnen also immer mit dem Wort Amazon.
1 bis 3 weiteren Wörter, welches das Produkt beschreiben wie z.B. Amazon Web Services, werden hinten angestellt.

Migros versucht eine ähnliche Strategie mit migusto.migros.ch or migipedia.migros.ch

Apple macht es mit dem kleinen i das by iPhone, iTunes, usw. vorne ansteht.

Was Social Media wie Instagram oder Twitter betrifft, ist Amazon fast gleich wie Apple, Funkstille. Anstatt es selber zu tun oder Influencers einzustellen, lässt man diese aus Eigeninitiative über die Firma und deren Produkte schreiben. Das tun diese sowieso. Somit hat man die Werbung oder auch Aufmerksamkeit gesichert, ohne dafür zu bezahlen.

Trotzdem spielt Branding auch bei diesen grossen Firmen eine Rolle. Dabei sind laut A. Aaker 3 Dinge wichtig:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (z.B. über das Produkt oder die Marke).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Man kann dies sicherlich sehr gut mit digitalem Content lösen. Doch auch die Migros, Tchibo oder Coop sind Webhinhalte immer wichtiger. D.h. diese müssen von der Zielgruppe angeguckt werden und diesen Mehrwert bieten (siehe auch Tabelle 2).

Was ist ein Blog

Definieren können wir dies wie folgt:

  1. Regelmässige Publikation neuer Inhalte: Blogger schreiben regelmässig Text zu einem Thema (z.B. Essen, Kochen, Fashion, Technologie oder Gaming).
  2. Texte mit Substanz: Die Texte sind pro Blogeintrag fast immer mehr als 400 Worte lang und haben auch Fotos oder Grafiken um die Sache visuell attraktiv zu machen.
  3. Kommentar- / Dialogfunktion aufgeschaltet: Der Blog gibt Leser nicht nur die Möglichkeiten Inhalte einfach auf Social Networks zu teilen. Viel wichtiger ist, das Leserinnen Kommentare zu einem Beitrag schreiben können.

Man kann auch sehr schnell rausfinden ob ein Blog die obigen Kriterien erfüllt oder nicht. Ein Blog ohne Dialogfunktion oder Kommentarfunktion ist ist kein Blog (siehe diesen Kommentar zum Thema was ist ein Blog).

Siehe auch Definition in meinem Buch: Social Media Audit. Achieving deep impact…  S. 5

Es ist klar, dass es ganz verschiedene Blogger gibt. Man bloggt zum Spass  (z.B. Sabine Gimm). Andere auch um dank dem Blog ein wenig Geld Geld zu verdienen (z.B. gesponserte Posts, Einladungen zu Events, Reisen, usw.)

Manche versuchen sich als Influencer zu etablieren (z.B. Fanny Frey tolle Fotos, klassisches Broadcasting – null Dialog).

Anderen ist es egal ob sie Influencer sind oder nicht. Doch dank deren authentischen Stil sind sie zu 150% Stars auf ihrem Gebiete  (z.B. Michèle Krüsi oder Petra Drissen – ganz verschieden aber 100% authentisch und interessant).

3.1  Influencer richtig auswählen

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen. Wenn weder bei Coop noch Migros die Verantwortlichen genau verstehen,  was ein Blog ist (siehe hier für Beispiele und oben), wird es schwierig.

Coop-Marketingchef Thomas Schwetje versteht es die Foodbloggerin in den Mittelpunkt zu rücken.
Doch sollte es nicht die Geschichte und die „interviewte“ Person sein welche wir im Blogeintrag in Mittelpunkt setzen sollten?

Sprechen solche Inhalte das Zielpublikum an? Noch wichtiger ist dann auch ob diese angesprochenen Kunden dann die dazugehörigen Coop Produkte kaufen?

Hier hätte man wohl mit der richtigen Methode systematisch vorgehen sollen, und nicht 2 Bloggerinnen auswählen welche:

  • Im gleichen Alter sind.
  • Beide Personen sind weiblich;
    ===> d.h. Männer und ihre Kochkünste sollen nicht angesprochen werden? Kaufen die keine Coop Produkte?
    Wohl kaum der Tatsache entsprechend, also warum diese Gruppe ausschliessen?
  • Den Bloggerinnen wird nicht erlaubt im Coop Fooby Blog authentisch rüber zu kommen, im Gegensatz zu deren privaten Blogs –Fanny Frey und  Nadia Damaso!
Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo
Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

Die obigen Beispiele zeigen, auch wenn wir einen Trend nicht verpassen wollen, sollten wir dies systematisch, langfristig und sorgfältig angehen. Eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers ist der falsche.

Im weiteren ist es bei der Zusammenarbeit auch wichtig, dass man einen #Hashtag plant und diesen gut einsetzt.  Das gilt auch für nicht kommerzielle Organisation wie ein Verein wie der #MCLago

Wenn niemand über Dich redet in der digitalen Welt, wie hilft dies dann dein Produkt zu verkaufen? Wie oben erwähnt, Wahrnehmung, Glauben über die Marke und Einstellung sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

Der Hashtag Check für Fooby

Wenn diese Dinge nicht richtig funktionieren, können sie auch nicht die wichtigen Kennzahlen wie Umsatz und Ertrag positiv beeinflussen. So einfach ist das und doch wiederum so schwierig 🙂  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Was haben Amazon, Migros und Coop gemeinsam

Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man es richtig macht?
  • Wie haben Sie Produktenamen ausgesucht und aufgebaut?
  • Was würden Sie vielleicht heute anders angehen basierend auf Ihren Erfahrungen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass einige der hier genannten Brands seine Kunden sind. Jedoch ergeben sich hier keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

5.  Authentizität Quo Vadis: Beispiele aus der Praxis

  1.   Migipedia Blog – Dialog ist bescheiden, Werbung ist Trumpf
  2.   A1 Corporate Blog – Blogbeiträge geschrieben von Freelancern, nicht Miarbeitern: Schafft das Vertrauen?
  3.   Philips – Da läuft was schief, gesehen?
  4.   Coop muss hier die Schulbank drücken   – Fooby Wenn weder der Auftraggeber noch der „Influencer“ / Blogger verstehen um was es geht – Coop rückt die Bloggerin statt den Gast in den Mittelpunkt der Fotos und der Story … spricht man so die Zielgruppe an?

Urs E. Gattiker - DrKPI

Professor Urs E. Gattiker - DrKPI ist Europa's führender Experte für Social Media Analyse, Analytics & Marketing (siehe seine Fachbücher). Urs ist CEO von DrKPI, einer Firma für Smart Data Science. Diese hilft Brands deren digitales Marketing zu optimieren. Er ist Präsident des Marketing Club Lago - #MCLago vom Deutschen Marketing Verband.

10 thoughts on “Marktleader: Amazon, Migros oder Coop?

  • 21. April 2017 at 12:38
    Permalink

    Lieber Urs,

    danke für den klasse Blog-Eintrag.

    Unternehmen werden sich in den nächsten 5 Jahren durch die Digitalisierung massiv ändern, nicht nur das Marketing, sondern gänzlich auch die Vertriebswege und die Produkte an sich.

    Das erfolgreichste Beispiel für die beste Marken-Digitalisierung ist die Marke Bilou für Kosmetikprodukte.
    Diese hat sich für das Influencer Marketing den YouTube-Star Bibi ausgesucht.

    Mit dieser Strategie sind nicht nur die Umsätze sehr schnell gestiegen, sondern auch Marktanteile in einem besetzten Markt für Duschgel / Duschschaum konnten hinzugewonnen werden.

    Bibi hebt Drogeriemarke dm aus den Angeln – anklicken auf Absatzwirtschaft lesen.

    Reply
    • 21. April 2017 at 14:04
      Permalink

      Liebe Taina

      Herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ja das Bilou Beispiel – Konsumprodukt im Beauty Bereich – ist wirklich interessant.
      Im Artikel wird auch der Experte Bender zitiert (siehe das #DrKPI #Blogrank welche der Firmenblog von Brandbunkt genannt Futurebiz einnimmt – anklicken und Daten erhalten):

      „Es wird spannend zu beobachten sein, ob es dm gelingt, eine echte dauerhafte Kooperation mit Bibi einzugehen, dann zahlt es sich für die Marke aus“, meint Social Media Experte Andreas Bersch. Seiner Ansicht nach pressen zu viele Werber die Influencer in starre Kampagnenkonzepte, die vor allem auf kurzfristige Aufmerksamkeit zielen. Die langfristige Kooperation zeichnet sich aber dadurch aus, dass auch für den Influencer ein Mehrwert existiert. „Bibi steht im Wettbewerb und achtet genau darauf, welche Kooperation ihr auch Reichweite bringt. Da stehen monetäre Interessen oft an zweiter Stelle“, so Bersch.“

      Da können wir schon heute 2 Dinge sagen:

      1 – es war eine kurzfristige Beziehung,
      2 – die Verkäufe gingen dank dieser Promo-Aktion hoch (Video, Verlosung, Specials),

      Die Frage stellt sich bei mir wie beim Herrn Bender.

      Wie verändern solche Aktionen die Verkaufsdaten langfristig… Das wissen wir noch nicht :_)

      Trotzdem, clevere Art und Weise wie man die jüngere Zielgruppe – Mädchen – versuchen kann über solche Kanäle zu erreichen. Uebrigens, Boris Groys hat das als das narzisstische Internet beschrieben, wo sich alles auf den YouTube oder Instagram Star fokussiert…. Selfies mit Selbstdesign

      PS: Hier ist Bibis Beauty Palace auf Youtube

      Reply
  • 23. April 2017 at 13:04
    Permalink

    Hallo Urs,

    danke für den spannenden Blogeintrag.

    Wenn man es erstmal geschafft hat, in die Einkaufstüte zu kommen und das Produkt dann überzeugt, dann kauft man es wieder.

    Reply
    • 23. April 2017 at 13:57
      Permalink

      Liebe Taina

      Danke für deine Antwort… Mir ist noch was eingefallen.

      1. Deine Marke kann natürlich auch so stark werden, dass diese den Namen der Firma völlig überstrahlt ==>Beispiel BlackBerry der Firma Research In Motion. Die Firma hat ihren Namen deshalb auf BlackBerry geändert.

      2. Neulich hat John Chen CEO von BlackBerry (die Marke der legendären Telefon mit der wunderbaren Tastatur) gesagt, dass er fast jede Woche gefragt wird, wann seine Firma das nächste Telefon auf den Markt bringt
      Dies obwohl BlackBerry sich jetzt auf Softwareprodukte spezialisiert hat und 3 Firmen eine Lizenz gegeben hat, neue Telefone unter der BlackBerry Marke auf den Markt zu bringen.

      3. Punkt 2 zeigt, dass eine legendäre Marke alles überstrahlt, und der Markt einem immer noch mit einer Produktlinie in Verbindung bringt – BlackBerry Phones – welche du nicht mehr herstellst.

      Trotzdem, John Chen will die Marke BlackBerry behalten und weiterhin mit Erfolg Software herstellen und verkaufen, welche Firmen hilft ihre Kommunikation effektiver und sicherer zu machen.

      Das Management von Marken ist ein wirklich interessantes Thema. Wir sind da vor Überraschungen nicht gefeit.

      Grüessli
      urs
      #BrandBuzz #BlogRank

      Reply
  • 24. April 2017 at 18:51
    Permalink

    Dein Beitrag, lieber Urs und Dein Beitrag, lieber Frank ( https://www.xing.com/communities/posts/markeneintragung-gibt-keine-endgueltige-rechtssicherheit-1013043645 ), passen für mich gerade wunderbar zusammen.

    Als Firmenneugründerin habe ich mir wirklich das Hirn zermartert, um auf einen Firmennamen zu kommen, der noch nicht besetzt ist, einen angenehmen Klang hat, der nicht mir anderen kollidiert und in einer anderen Sprache nicht blamabel ist.

    Eine große Herausforderung. Wenn der Name endlich gefunden ist (ich stand an der Schwelle, mir mal ne Klinikpackung bewußtseinserweiternder Drogen zur Namensfindung einzupfeifen…), gilt es, diesen auch zu sichern.

    Sich hier in die ganzen Regularien, Stolperfallen etc als Laie einzulesen, alles zu verstehen und dann noch entsprechend umzusetzen, erfordert eine Anpassung der Drogen.

    Aufputschmittel, weil die Texte so unglaublich langweilig und schwer verständlich sind,
    Tranquilizer, um den Ärger mit den ganzen Stolperfallen zu bändigen und
    Antidepressiva, weil man manchmal das Gefühl hat, komplett von den zu erwartenden Problemem überollt zu werden.

    Nun habe ich meinen Firmennamen Tikiwe, meine Domain tikiwe.com meinen Blog (auch tikiwe.com) und versuche mir zugetane Influenzer in verschiedenen Altersklassen und beruflichen Situationen zu erreichen.

    Für einen Einzelunternehmer eine große Herausforderung. Es gilt nicht mehr nur,

    – ein Produkt zu finden,
    – eine Vermarktungsstrategie zu entwickeln.

    Nein, man muss sich auch ständig gegen alles absichern, um niemandem an den Karren zu fahren oder selbst abgemahnt zu werden. Als Laie, ohne professionelle Hilfe ist das fast nicht mehr zu schaffen.

    Deshalb ist es sicher auch eine gute Idee, diese Kosten künftig bei der Entwicklung eines Businessplanes mit einzurechnen. An dieser Stelle sind

    – die IHK,
    – die Handwerkskammer oder auch die
    – Business-Senioren gefragt.

    Die sollten den Unternehmensgründer dafür sesibilisieren.

    Ach ja, ich werde meine Strategie ändern, sobald ich offiziell mein (R) oder TM an Tikiwe anhängen kann.

    Weg von den Drogen, hin zu den Waffen. Ab dann gilt es, den Namen zu verteidigen. ;-)“

    Reply
    • 24. April 2017 at 19:09
      Permalink

      Liebe Irene

      Herzlichen Dank für Deinen ausführlichen und sehr interessanten Kommentar.

      Das der Business Plan wichtig ist, kostet sollte den IH, Handwerkskammer und Business Senioren klar sein.
      Aber eine Schwierigkeit in dieser Sache sehe ich persönlich damit, dass solche Leute oft nie ein Unternehmen auf die Beine gestellt haben.

      Somit haben sie diese Problematik sicherlich nie durchgemacht. Auch als Manager sind die Dinge nie so wie für ein Start-up wo man vieles wenn nicht alles alleine machen muss.

      Ich muss ehrlich sagen wie oben aufgelistet, ich habe das mit dem Markenname 2 x falsch gemacht und 3 x richtig… aber eben erst nachdem ich Lehrgeld bezahlt habe indem ich es falsch gemacht habe.
      Ich bin natürlich froh, dass du diese Fehler nicht gemacht hast und Deinen Markennamen wie auch Domaine gesichert hast wie oben in der Tabelle 1 erklärt.

      Ich hoffe du wirst nun möglichst bald viel Produkt verkaufen und somit die Einnahmen generieren welche es braucht um dein Business erfolgreich zu führen.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg liebe Irene.
      Herzlichst
      Urs
      #BrandBuzz #BlogRank

      Reply
      • 24. April 2017 at 21:33
        Permalink

        Danke Urs, stimmt, 3 Fehler habe ich nicht gemacht. Aber ich weiß, ich habe noch 16547651365435013541305135140331354 weitere Möglichkeiten, Fehler zu machen. Sei sicher, ich werde einige davon nutzen… ;-)))
        Und das mit dem Generieren der Einnahmen, ja, das muss sein. Unbedingt, sonst kann ich o.g. Möglichkeiten ja nicht nutzen…

        Reply
        • 24. April 2017 at 21:38
          Permalink

          Danke Irene

          Ja wir machen alle Fehler aber am Ende wenn es funktioniert, haben wir Erfolg.
          Du machst das sicher richtig.

          Viel Erfolg
          urs

          Reply
  • 25. April 2017 at 20:28
    Permalink

    Sehr interessanter Beitrag zur Steigerung der Wahrnehmung eines Unternehmens im digitalen Umfeld.

    Apple ist zweifelsohne für mich die Marke, die es geschafft hat Produkte mit einem bestimmten Lebensgefühl und Emotionen zu verbinden. Klar will jedes Unternehmen – mehr oder weniger – bei seinen Kunden eine positive Gefühlswelt aufbauen. Das ist aber nicht immer so leicht.

    Bei ProLux arbeiten wir als KMU im B2B-Bereich daran unsere Wahrnehmung und den digitalen Erfolg am Markt zu steigern.

    Seit Aufbau eines neuen Webshops hat das auch prima geklappt, aber es gibt noch einiges zu tun. Auch Unternehmen fernab unserer normalen Zielgruppen kaufen immer mehr im Online-Shop ein.

    Unser Hauptproblem ist, dass noch immer viele Kunden nicht in die digitale Welt eingetaucht sind.

    Aber abzuwarten, bis uns dann ein Konkurrent überholt können wir auch nicht. Hier finde ich auch die Infos zu Amazon sehr interessant.

    Wir sind gespannt was die Zukunft bereit hält.

    Reply
    • 25. April 2017 at 20:51
      Permalink

      Liebe Michaela

      Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Ich finde ihn natürlich sehr interessant. Was mir aufgefallen ist bei der Prolux Webseite ist 2 Dinge

      1. Domaine: Auch ihr, wie wir mit CyTRAP konntet die .com Domaine nicht mehr sichern, so scheint mir
      2. B2B und B2C: Du schreibst: „Unser Hauptproblem ist, dass noch immer viele Kunden nicht in die digitale Welt eingetaucht sind.“
      Das ist sehr interessant. Wenn ich Eure Webseite richtig verstehe bedient ihr neben B2C auch B2B Kunden. Vielleicht wird sich dies ja noch ändern. Da finde ich die Strategie es jetzt zu probieren bevor alle Kunden schon in der digitalen Welt eingetaucht sind sehr gut.
      3. Kulturelle Unterschiede: Da ihr mit der gleichen Seite / Aufbau Kunden in verschiedenen Ländern bedient, kommen ja noch kulturelle Unterschiede dazu. Das wird sicherlich spannend.

      Ich hoffe Eure granulare Daten über Eure Kunden werden es Euch ermöglichen hier neue Erkenntnisse zu erhalten ob und welche Unterschiede hier eine Rolle spielen.

      Herzlichst
      Urs

      Reply

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