HR-Blogs: Wo bleibt das Leser-Feedback?

Google Analytics reicht nicht zur Erfolgs-Messung - der CORPORATE BLOGKürzlich erklärte mir ein Manager: „Dialogkultur ist Pflicht„.
Ebenfalls müsse dies im Unternehmen und auf der Webseite gelebt werden.

Ich wollte es von einem Personal-Blogger genau wissen. Ich stellte ihr 2 Fragen:

– Welche Ziele hat der Corporate Blog?
– Wie messt ihr ob diese Ziele erreicht wurden?

Antwort

Die vereinfachte Antwort welche ich von der verantwortlichen Person erhielt, lautete:

„… Was das Messen betrifft:
Wir arbeiten mit Google Analytics und schauen dort, wie viele Klickzahlen der Blog insgesamt und die einzelnen Beiträge sowie auch der Podcast generieren.
Im September etwa hatten wir über 6800 Klicks von mehr als 3200 Usern, Tendenz steigend….“

Der Blog existiert seit Ende März 2015. In 7 Monaten (bis Ende Oktober) wurden ca 50 Blogeinträge publiziert (d.h. 7 Einträge je Monat).

Ausser in den Monaten Juli – August hat der Blog jede Woche mindestens 2 neue Einträge.

Wie sind diese Zahlen im Vergleich?

Für den deutschen Sprachraum können sich diese Zugriffszahlen sehen lassen. Die Zielgruppe ist eng definiert.

Zum Vergleich auf unserem Blog in deutscher Sprache bin ich froh wenn es für jeden Beitrag mehrere hundert Zugriffe sind.

Sicherlich, auch im deutschen Sprachraum gibt es Überflieger.  Themen wie Gesundheit sind ein Beispiel für hohe Zugriffszahlen für jeden einzelnen Blogeintrag. Ebenfalls gibt es für englischsprachige Blogs fast immer höhere Zugriffszahlen als für deutsche Texte (z.B. DrKPI Blog auf Englisch hat fast immer mehrere tausend Zugriffe auf einen Blogeintrag).

Welche Ziele führten zu diesem Erfolg?

Jeder Athlet will an die olympischen Sommerspielen 2016 in Rio. Doch bevor der Verband die Athletin nominiert muss diese gewisse Qualifikations-Limiten erfüllen. Beispiel sind Zeitlimiten, usw.

Auch im Falle des Corporate Blogs meines Gesprächspartners wurden Ziele gesetzt:

„Wir wollen gerne mehr in Interaktion mit unserer Zielgruppe, den XY-Verantwortlichen, treten. Denn wir erhalten kaum Feedback, obwohl XY im Strategie-Umfeld sehr bekannt ist und auch geschätzt wird, wie wir dank Umfragen wissen.

Auf unserer Website ***.ch besteht eine Kommentarfunktion, die leider selten genutzt wird.

Mit dem Blog ist es uns gelungen, mit den …-Verantwortlichen verstärkt in Kontakt zu treten.

Auch Sie haben dort ja erfreulicherweise bereits Beiträge kommentiert.“

Dies zeigt, Social Media soll helfen den Dialog mit der Zielgruppe zu verbessern.

Messen Zugriffszahlen im Blog den erhöhten Dialog?

Das Dialog mit den Zielgruppen immer wichtiger wird hat die Personalbranche schon lange realisiert. Daniela Schlick hat dies auf JobNews.At so formuliert:

Eine unverzichtbare Voraussetzung für die Einführung eines Corporate Blogs ist, dass man den Dialog mit der Interessensgruppe führen will…
Wenn es um das  bedachte Antworten auf Kommentare im Blog geht, ist in der Regel das Communications Team gefragt.

Der Authentizität zu liebe muss ich dem obigen Zitat ein wenig widersprechen. Wenn immer möglich, muss der Autor dem Leser antworten und nicht ein Kommunikations-Experte.

Die Grafik unten zeigt die 7 wichtigen Zutaten, welche es zum erfolgreichen Dialog zu berücksichtigen gilt.

Die obige Grafik illustriert welchen Herausforderungen sich Autoren stellen müssen. Die Dialogkultur verlangt von Autoren viel ab, wie z.B. Geduld und Zeit.

Doch wie klappt dies bei D-A-CH Blogs?
Stellen sie sich der Dialogkultur mit Erfolg?

HR-Blogs im Benchmark Test

Was ist die erste Herausforderung für Blogs im HR-Bereich wie z.B. Recruiting?

Viele Recruiting oder HR-Blogs haben wenig wenn überhaupt Kommentare von Lesern.

Für die Top 10 HR-Blogs in der CH heisst dies im Schnitt, sie erhalten weniger als 1 Kommentar pro Eintrag (anklicken – Daten im Detail, ist ihr Blog dabei?).

Dies deutet nicht auf sehr hohe Resonanz bei der Leserschaft hin. Doch auch in Deutschland oder Österreich sieht es nicht besser aus.

In der Schweiz werden Leser-Kommentare der Top 10 HR Blogs in den letzten 90 Tagen nur in 2 Blogs beantwortet. Dies ist der Alpiq-Skills Blog und derjenige vom Zentrum für die Ausbildung im Gesundheitswesen des Kanton Zürich.

Weder in Deutschland noch Österreich beantworten die 10 Top Corporate Blogger im HR Bereich Kommentare von Lesern.

Beantwortet ihr Nr. 1 HR-Blogger Kommentare von Lesern im Blog?

Das obige zeigt, Corporate Blogs im Human Resource Bereich tun sich schwer mit der Dialogkultur.

Doch in anderen Ländern Europas steht es nicht besser. Die obige Karte reflektiert die folgenden Kennzahlen:

– CH 14, DE 11 und AT 8 und für
– FR 6, IT 4 und BE 2

Solche Zahlen sind nicht berauschend . Das Maximum sind 100 Punkte (Mittelwert 50).

Ratgeber

ANKLICKEN - der DrKPI Blog Health CheckWas tun wenn der Dialog im Recruiting Blog nicht so gut funktioniert?

Die Beispiele oben illustrieren, dass wir vielleicht von einer Dialogkultur träumen. Doch um diese im Blog Wirklichkeit werden zu lassen, müssen wir noch viel arbeiten.

Ohne Schweiss keinen Preis.

Wie bekommen wir Leserkommentare und wenn ja, was müssen wir dann tun?

Mit Hilfe von Social Media einen Dialog mit Lesern zu führen passiert nicht einfach so. Dies illustrieren die Kennzahlen der HR-Blogs in der D-A-CH Region.

Dabei ist auch verwunderlich, dass wenn dann ein Kommentar geschrieben wurde, dieser nicht eine Antwort bekommt. Bedeutet dies Wertschätzung vom Autor? Den Willen zum Dialog?

Hier 3 Tipps um den Dialog im Corporate Blog zu verbessern.

3 Schritte zur Verbesserung des Dialoges mit Lesern im Corporate HR-Blog

Nicht vergessen, es sind oft die Kommentare der Leser welche für andere Blog Besucher den gewissen Mehrwert bieten. Natürlich, Kommentare zu beantworten und managen  braucht Zeit. Aber es lohnt sich langfristig!

1. Stellen Sie Lesern Fragen im Blog

Fragen zu stellen ist eine effektive Methode, um Leser zum Kommentare schreiben zu animieren.

Am besten scheinen sich kurze Fragen zu bewähren. Diese sollten vorzugsweise am Ende des Blogeintrages eingefügt werden.

2. Aller Anfang ist schwer: Interessierte Leser ansprechen

Oft ist es schwierig den ersten Kommentar für einen Beitrag zu erhalten. Hier muss der Autor des Beitrages aktiv werden.

Hier empfiehlt es sich den Kontakt aufzunehmen mit möglich interessierten Lesern. Beispiele sind Blogger oder Forscher die im Blogeintrag erwähnt werden.

Auch interessierte Kunden zum Thema zeigen vielleicht Interesse zu kommentieren.

Da hilft ein Anruf oder eMail mit URL zum Beitrag mit der Bitte für einen Kommentar. Der zweite Kommentar kommt dann hoffentlich bald.

3. Kommentare verdienen eine Antwort von Format

Der Leser hat sich 10 Minuten Zeit genommen um einen Kommentar zu formulieren. Dieser Effort gebührt Anerkennung. Diese und die Wertschätzung folgt in Form einer Antwort vom Autor.

Natürlich heisst dies 50 Worte damit die Antwort auch Mehrwert für den Leser enthalten kann.

Ebenso braucht es eine eMail mit einem persönlichen Dankeschön.

Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass die Leserin innerhalb 9 Monaten nochmals in einen Eintrag im Blog kommentieren wird. Engagement welches jeder Blogger liebt 🙂

Urs E. Gattiker – DrKPI – Dialog im Corporate Blog

Allgemeines

A. Nein, Pingbacks von anderen Blogs oder Webseiten sind keine Kommentare. Dies gilt auch dann, wenn einige Schlaumeier diese als Kommentare im Blog auflisten 🙂

B. Den Blog so einstellen, dass Suchmaschinen ihn auch indexieren dürfen. Das Crawlen den Suchmaschinen verbieten, wie dies der Azubiblog ThyssenKrupp Rasselstein macht, ist sicherlich ein Versehen.

Natürlich schätzen wir es, wenn wir mehr Leser über organische Suchmaschinen-Resultate bekommen. Deshalb muss die Einstellung so gemacht werden, dass die Suchmaschine den Blog indexieren darf / kann.

Hier ist erklärt wie man den Weblog einstellt, sodass Bing oder Google den Blog indexieren können.

Fazit: Es braucht Einsatz

Neulich las ich, dass jedes Unternehmen durch gelebte Werte geprägt ist. Dem kann ich nur zustimmen.

Viele wollen sich natürlich als attraktiver, offener, „cooler“ und fortschrittlicher Arbeitgeber präsentieren. Dieses Image wird auf dem Web, Messen oder in Broschüren kommuniziert. Dabei sind auch Dinge wie durchlässige Hierarchien und eine offene Unternehmenskultur Thema.

Doch noch wichtiger als alle diese Dinge im Employer Branding ist, dass wir unsere Werte auch leben. Eine Kultur mit wenig Hierarchie-Stufen, offener Diskussionskultur, usw. bedingt, dass wir dies auch im Recruiting Blog praktizieren.

Hier gibt es in Deutschland, der Schweiz wie auch Österreich für HR-Bloggers noch viel zu tun! Packen wir es an.

Mit der Verbesserung des Dialoges im Corporate Blog beginnen, Newsletter mit unseren Tipps und Checklisten abonnieren

Was ist Ihre Meinung?

–  Welchen Corporate Blogs mit interessanten Dialogen können sie uns empfehlen?

–  An alle Blogger, wie fördert ihr den Dialog im Blog?

– Welche Tipps haben sie lieber Leser zum Thema?

Weitere interessante Lektüre zum Thema

1. Meike Leopold – Blogger Relations: Endlich handfeste Zahlen?!
2. Konstantin Kühle – Punkt 8 – Call to Action Dialog fördern
3. Katharina Ficht – Die Leser bestimmen die Regeln
4. Mehr zum Thema — Ausbildung, Personal, Recruiting, Lehre, Azubi
5. Haufe PersonalMagazin Aug. 2013 – die besten HR-Blogs in Deutschland (Kriterien nicht 100% genau erklärt, aber interessante Liste)
6. Bernadette Bisculm – Kommentare sind der sichtbare Applaus für Blogger.

Urs E. Gattiker - DrKPI

Professor Urs E. Gattiker - DrKPI ist Europa's führender Experte für Social Media Analyse und Analytics (siehe seine Bücher). Er arbeitet weiterhin mit Start-Ups (z.B. Lumendi Ltd.). Urs ist CEO der CyTRAP Labs GmbH.

12 thoughts on “HR-Blogs: Wo bleibt das Leser-Feedback?

  • 19. Oktober 2015 at 15:31
    Permalink

    Lieber Herr Gattiker

    Das war ein interessanter Beitrag …. Ich mochte die Tipps natürlich besonders weil Sie uns auch gleich zeigen, wie es besser gemacht werden kann.
    Ebenfalls interessant waren die DrKPI Daten von den verschiedenen Blogs.

    Da sieht der Blogger gleich wie gut oder eben nicht so gut es läuft. Dabei hilft es mit der Dialog / Kommentarfunktion wie auch Social Sharing.

    Reply
  • 20. Oktober 2015 at 21:02
    Permalink

    Lieber Urs,

    vielen Dank für diese informative Zusammenstellung, die m. E. vor allem eines verdeutlicht: eine neu(?) Haltung bei Schreiben, genauer gesagt: Bloggen, nämlich die des Zuhörens und sich Ausrichtens auf die Zielgruppe der User/Lesenden.

    Bei Blogs von Einzelpersonen ist das vmtl. einfacher. Bei Corporate Blogs wird es schon diffiziler. Du greifst den Health Blog der Careum Stiftung wertschätzend auf (Danke übrigens!) – gleichzeitig scheint mir erwähnenswert, dass Corporate Blogs u. U. sehr unterschiedliche Zielgruppen «gleichzeitig» bedienen (müssen).

    Wie das funktioniert bzw. funktionieren kann? Schwer zu sagen, learning by doing.

    Mir scheinen auch, dass die Zugriffszahlen und views nicht der wesentliche Indikator sind. Vielmehr braucht es Themen und Inhalte, die der Lebenswelt der Zielgruppe(n) verpflichtet sind – denn das animiert, sich einzubringen.

    Vielleicht hast du hierzu ein paar hilfreiche Gedanken, die einer/m BloggerIn das Schreiben erleichtern?

    Herzliche Grüsse, Jörg

    Reply
    • 21. Oktober 2015 at 17:14
      Permalink

      Lieber Joerg

      Danke für diesen Super Kommentar. Natürlich heisst dies ich muss mir genau überlegen wie ich antworten soll. Aber das tue ich gerne.

      Du schreibst:

      „Bei Blogs von Einzelpersonen ist das vmtl. einfacher. Bei Corporate Blogs wird es schon diffiziler…. sehr unterschiedliche Zielgruppen «gleichzeitig» bedienen (müssen)….“

      Ich dachte auch, dass es für Einzelpersonen einfacher sein könnte. Aber ich weiss dies nicht mehr so genau oder bin mir nicht mehr so sicher. Wenn jemand über ein Spiel wie Fifa 16 bloggt, dann ist es vielleicht einfacher.
      Aber in einer Einzel- oder Kleinstfirma wird es gleich schwieriger. Auch der Selbständige Unternehmer hat mehrere Zielgruppen die sie mit Blog-Inhalten oder WhitePapers ansprechen oder erreichen möchte.

      Die Zielgruppe(n) genau zu definieren hilft rauszufinden was diese interessieren könnte. Beispiele sind Checklisten, Tipps, WhitePapers, usw. Wenn die Leserin das Gefühl hat, ja diese Inhalte sind für mich wertvoll, interessant, helfen meine Probleme zu lösen, dann habe ich ihr Interesse geweckt.

      Wir möchten über Dinge schreiben welche uns interessieren (Hobbies, Forschungsresultate, usw.).
      Das ist okay, für uns ABER Leser sind nicht unbedingt interessiert zu hören was wir tun. Leser sind interessiert zu lernen „what is in it for me“ (was bringt mir das?).

      Warum soll ich die Zeit investieren um dies zu lesen? Noch schlimmer wenn man erwartet, dass ich einen Kommentar schreiben will, weil ich nicht einverstanden bin oder gleicher Meinung?
      Oh Schreck, schon wieder 20 Minuten meiner Bürozeit vorbei…. mit sowas….

      Eine gute Story ist wichtig. Doch wenn der Leser nicht sofort erkennt, was er oder sie hier bekommt (Mehrwert) wie z.B.:

      neue Erkenntnisse (z.B. aus diesen Forschungsresultaten) welche mein Leben positiv beeinflussen könnte, oder
      Checkliste sodass ich mein Problem lösen kann (z.B. wie packe ich ein Koffer, 10 Tipps wie man sein Bluthochdruck verringert….),

      wendet er oder sie sich sofort ab ….

      Wir nutzen viel Zeit Online für viele Dinge die uns vielleicht unterhalten (Entertainment), aber nicht unbedingt im Leben weiterbringen.

      Deshalb, noch fokussierter mit meinen Inhalten für mein Zielpublikum ist die Devise. Dies gilt für uns alle. Wir geben uns alle viel Mühe, um relevante Inhalte zu produzieren. Dies gilt für Online wie auch Offline Inhalte (gedruckter Artikel, etc.).

      Nur somit haben wir eine Chance gegen die Flut von Daten, Fotos und Filmen im Netz bestehen zu können.

      Was denkst Du Jörg? Siehst du es anders?

      Freundlichst
      Urs

      Reply
      • 23. Oktober 2015 at 9:14
        Permalink

        Lieber Urs,

        vielen Dank für diese differenzierte Antwort! Sehr hilfreiche Aspekte.

        Du schreibst:

        «Wir nutzen viel Zeit Online für viele Dinge die uns vielleicht unterhalten (Entertainment), aber nicht unbedingt im Leben weiterbringen.»

        Dem kann ich nur zustimmen.
        Schlussendlich bringt das digitale Rauschen auch Risiken und Gefahren mit sich.
        Digitale Informationstechnik und Web2.0-„Lösungen“ können zur Belastung werden, weil Informationsfülle und -flut überfordert anstatt fördert.

        Alltagsbezug und -relevanz für die Lesenden/Kommentierenden von Bloginhalten ist gefragt. Aber eben harte Arbeit.

        Zum Mehrwert der Checklisten, von dem du sprichst: Da bin ich noch abwartend. Habe das in einem Beitrag selbst verwendet:
        ===> http://blog.careum.ch/blog/blog-easy-leitfaden/

        Kann aber noch nichts über den Nutzen oder die Resonanz aussagen.

        Denn mir geht es mit Checklisten manchmal so, dass ich sie in Literaturverwaltungssoftware ablege, wo sie vergessen werden. «Death by PDF«?

        Was sind deine Erfahrungen?

        Viele Grüsse, Jörg

        Reply
        • 23. Oktober 2015 at 11:09
          Permalink

          Lieber Jörg

          Herzlichen Dank für das weitere Feedback.

          Checklisten sind manchmal erfolgreich und manchmal weniger. Auch das ist ebenfalls ein Risiko. Ich selber weiss nie genau was funktionieren wird und was eben nicht.

          Soeben habe ich gesehen, dass ihr im Blog auch eine Checkliste zum Download offeriert zum Thema „Teilzeitstudium im Pflegebereich – Option für mich? Ja oder Nein

          Die Fragen ob das Erfolg bringt oder nicht ist schwierig zu beantworten, wie z.B.?

          1. Download wird gemacht aber die Liste verlegt…. somit limitierter Nutzen.
          2. Dank Literaturverwaltungs-Software abgelegt…. aber ich vergesse diese (wie du erwähnt hast oben).
          3. Drucke die Liste aus dem Blog gleich jetzt aus, aber verlege diese und finde sie nicht mehr in 2 Wochen wenn es hilfreich sein könnte.
          4. Lese Beitrag, denke ich finde es wieder wenn ich es benötige…. was dann nicht passiert, weil ich den Blog URL vergessen habe, usw.

          Ob Download oder kein Download – Das ist die Frage
          Ob ein Download Erfolg bedeutet weiss ich nicht.
          Zum Glück gibt es noch die Suchmaschine. Diese bringt den interessierten Leser dank organischer Suchresultate in vielleicht 10 Wochen zum Blog. Dann entscheidet er oder sie mit Hilfe der Liste, soll ich X machen oder nicht. Das ist doch schon was wert?

          Ich glaube wichtig ist, dass eine Checkliste für den Leser Seriosität signalisiert. Dadurch liest er vielleicht den Beitrag genauer oder fängt wenigstens an diesen zu lesen. Genau wissen wir dies natürlich nicht. Auch können wir dies nicht messen. Oder hast du eine Idee?
          Aber nur etwas downloaden und es dann vergessen ist wohl auch nicht ideal.

          Grüessli
          Urs

          Reply
  • 22. Oktober 2015 at 8:12
    Permalink

    Lieber Herr Prof. Dr. Gattiker,

    herzlichen Dank für die Klarheit zum Thema.
    Ja, ich muss mich auch an die eigene Nase packen! Denn auch ich kommentiere nicht jeden Beitrag, der mir gefallen hat. Ich share nicht einmal jeden Beitrag, der mir gefallen hat.

    Das bedeutet, dass auch meine Verwunderung auf der eigenen Seite dazu nicht konsequent in mein Verhalten übergegangen ist.

    Somit bin auch ich vom der Wertschöpfung durch Wertschätzung noch ein Stück weit entfernt.

    Herzlichen Dank für die Erinnerung daran.
    Michael Shah

    Reply
    • 22. Oktober 2015 at 9:41
      Permalink

      Lieber Herr Shah

      Vielen Dank für diesen Kommentar. Ja, es ist nicht einfach, dass zu leben was man predigt. Geht mir genau so. Dialog braucht Zeit.

      Auch ich kommentiere nicht jeden Beitrag den ich mag. Tweeten oder auf Facebook/Google Plus sharen schon gar nicht.
      ABER ich mache wenigstens einen Versuch mindestens 2 bis 3 in der Woche einen Kommentar auf einem ‚fremden‘ Blog zu schreiben. Das klappt aber bei mir leider nicht immer.

      Aber diese Problematik von – zu wenig Zeit für zuviele Dinge zum Lesen / Mitmachen im Netz – die hat jetzt Facebook schon seit 2012 zu spüren bekommen. Damals blieben Nutzer für Wochen weg.

      Heute werden Kommentare der Fans nicht oder nur noch selten beantwortet. Im weiteren bringt dann auch der Tweet zur Customer Hotline nicht viel, wie das KLM Beispiel unten zeigt.

      Ein virtuelles Sorry hilft dem Kunden nicht sein Problem zu lösen (z.B. wo schlafe ich und 2-Kinder heute Nacht nach dem verpassten Flug).

      Facebook oder Twitter: Service Wueste – Seite besuchen, ganz unten mehr Links zum Thema ==> Daten.

      Service-Wueste Facebook und Twitter

      Es wird uns allen ein wenig zuviel. Vielleicht ist es wichtig, dass wir uns wieder auf das Wichtigste beschränken. D.h. weniger Dinge auf dem Netz teilen welche niemanden interessieren.

      Auch 1 Person mehr am Service Desk lohnt sich mehr als einen weiteren Social Media Officer. Dieser tweetet was das Zeug hält und bespielt die Facebook Seite erfolgreich.
      Doch schaffen wir hier einen Dialog der hilft Kunden zu binden? Die Daten sprechen hier eine andere Sprache. Ganz im Gegensatz zur Corporate Website oder Blog wo dies besser zu funktionieren scheint.

      Vielleicht ein wenig zu einfach formuliert, meine Gedanken hier.
      Aber weniger ist mehr lautet unsere Devise. Das gilt für den Blog und mit unseren Kunden:

      – Tweet weniger aber mit mehr Substanz.
      – Kommentiere nicht zu viel, aber mit Mehrwert
      – Lade weniger Inhalte auf Instagram / Flickr hoch, dafür aber umso bessere für das Zielpublikum,
      usw.

      Was denken Sie Herr Shah?

      Reply
    • 23. Oktober 2015 at 9:18
      Permalink

      Lieber Herr Shah,

      Das ist ein spannendes Statement und stellt eine differenzierte Betrachtung von «Wertschöpfung durch Wertschätzung»!
      Danke dafür.

      Werde ich mir merken und wieder einmal aufgreifen,
      beste Grüsse, Jörg Haslbeck

      Reply
      • 31. Oktober 2015 at 12:18
        Permalink

        Lieber Joerg

        Ja das finde ich auch einen sehr guten Spruch den ich mir ebenfalls merken werde

        „Wertschöpfung durch Wertschätzung“

        Vielleicht noch die Frage was hier denn Wertschätzung des Blogger von seinen Lesern ist? Ich versuche es mal mit einer Definition.

        „Wertschätzung heisst ein Blogger respektiert und schätzt seine Leser.
        Wertschätzung bedeutet ebenfalls, dass die Bloggerin Kommentare von Lesern beantwortet. Dabei bietet die Antwort dem Leser wiederum Mehrwert“.

        Hoffe dem kannst du beistimmen Jörg. Und sie Herr Michael Rajiv Shah?
        Grüessli
        Urs

        Reply
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