Influencer Marketing: TV, Instagram oder Blog?

In Kürze: Inwiefern hilft es Tezenis, Nike, Triumpf  mit Influencern zusammen zu arbeiten?
Lässt sich ein Fernsehsternchen zum Social Media Influencer machen?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt wie es besser funktionieren kann für das Label.
Hier ist auch das Thema Compliance wichtig: Siehe Leser Kommentar / Diskussion unten.

Beim Influencer-Marketing suchen Unternehmen den direkten Kontakt zu Meinungsführern. Denn sie können aufgrund ihrer Reputation und ihrer Reichweite entscheidend zum Erfolg eines Produktes beitragen. (t3n Magazin)

Betonung liegt hier auf „können“.

Denn das Influencer dank Ihrer Reputation (muss man definieren) wirklich den Erfolg für mein Produkt bringen, kann mir niemand garantieren.

Und ob ein Influencer hilft mehr Produkt zu verkaufen ist schwierig zu messen. Denn es kann sein, dass

  1. der Verbraucher eigentlich sowieso mein Produkt kaufen wollte, und nun
  2. dank dem Influencer einen Rabatt erhält (z.B. Affiliate Link, Gutschein Code, etc.)

In diesem Falle verkaufe ich zwar was. Meine Einnahmen sind jedoch wegen dem Rabatt tiefer als diese sonst währen. Hier hat mir der Influencer nur beschränkt wenn überhaupt geholfen.

Diese Thema erläutern wir hier im Blog. Zusätzlich offerieren wir Ihnen die exklusive Teilnahme an einer  Studienumfrage zum Thema wie Influencer Marketing in der Praxis funktioniert.

Die Studienresultate erhalten sie als Teilnehmer exklusiv im Oktober und kostenlos.

Machen Sie mit:  Umfrage zur Mode – wie kaufen ich und meine Freundin besser ein

1. Influencer Marketing: Hoppla, so klappt es nicht

Kürzlich wurde mir ein Chart weitergereicht, welches ich mir mit Interesse angesehen habe (siehe unten)

Wie sollen wir diese Panel Daten verstehen. Z.B. sind Leute die sich für ein Panel registrieren lassen, um Surveys zu beantworten, eine repräsentative Stichprobe? Was heisst Dienstleistung beanspruchen? Wegen einer Empfehlung eines Produktes von einem YouTuber kaufe ich mir dieses Paar Schuhe in den nächsten 10 Tagen? Der Teufel ist im Detail.
Wie sollen wir diese Panel Daten verstehen. Z.B. sind Leute die sich für ein Panel registrieren lassen, um Surveys zu beantworten, eine repräsentative Stichprobe? Was heisst Dienstleistung beanspruchen? Wegen einer Empfehlung eines Produktes von einem YouTuber kaufe ich mir dieses Paar Schuhe in den nächsten 10 Tagen? Der Teufel ist im Detail.

1.1 Methodik

Die obige Studie „Youtuber und Blogger laufen TV- und Radiowerbung den Rang ab“ vom Faktenkontor basiert auf einer nicht-repräsentativen Stichprobe:

Für den aktuellen Social-Media-Atlas (Hamburg, Januar 2017) wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war das vierte Quartal 2016.

Inwieweit die Daten der Teilnehmer deren wirkliches Verhalten abbilden, darf hier sicherlich bezweifelt werden. Kurz: Leute welche sich für ein Online Panel registrieren, stellen sicherlich nicht ein Abbild der Bevölkerung dar…. wer hat für sowas schon Zeit oder ist willens hier mitzumachen…. inwieweit sind diese Menschen ein Spiegelbild der Gesellschaft?

Warum diese Panels nicht funktionieren? Da gibt es tolle Beispiele aus der Brexit Abstimmung wo der Wahlausgang falsch vorausgesagt wurde basierend auf solchen „räpresentativen“ Panel Daten. Weitere Beispiele sind die Schottischen Wahlen:

Ebenfalls ist die in der Grafik oben aufgeführte Frage, welche Faktenkontor den Teilnehmern des Panel präsentierte, sehr empfindlich was „social desirability bias“ betrifft.

1.1.1  Was ist Social Desirability Bias?

Das oben beschriebene ist was Sozialwissenschaftler Social Desirability Bias nennen. Ein Störfaktor bei Befragungen in Sozialwissenschaft und Marktforschung, der zu einer Verzerrung der Resultate führt.

Das heisst, Panel Teilnehmer versuchen so zu antworten, wie es ihre Freunde auch tun, es cool finden oder weil es der Fragesteller vielleicht so möchte.

Kurz, die Antworten spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Teilnehmer wider.

1.1.2  Was ist eine Double-Barreled Question?

Dies sind sogenannte doppelte Fragen.

Für oben heisst dies, wir wissen nicht genau auf was der Teilnehmer antwortet.

Bezieht er sich auf die YouTuberin, irgendeinen Blogger oder aber eine prominente Politikerin wenn er antwortet?

Das sehe ich in den Daten für die Antwort nicht. Deshalb ist deren Interpretation fragwürdig um dies mal diplomatisch auszudrücken.

Lesenswert
1.1.3  Was heisst sich beeinflussen lassen?

Neben der Problematik, dass man die Antworten auf eine solche Frage wie oben in der Grafik nicht klar interpretieren kann, ist unklar was „sich beeinflussen lassen“ bedeutet.

Das könnte unser Sohn mit ja beantworten.  Wirklich?

Ja. Er würde vielleicht finden, dass er sich von einem Gamer beeinflussen lässt. Was der Gamer in seinem Live Stream auf Twitch sagt, was Game Strategie und Tricks zum Spiel betrifft, findet er interessant.

Ob unser Sohn sich die Turnschuhe, Badehose oder Unterhose kauft weil, z.B. sie vom Gamer getragen werden, wage ich zu bezweifeln. Sein gestriger Einkaufstour die wir zusammen machten bestätigt meine Vermutung…  Er hat andere Prioritäten als auf einen Influencer zu hören was Turnschuhe als Lifestyle und Badehose wie auch Unterwäsche und T-shirts betrifft.  Natürlich will er einen „coolen“ Turnschuh – auch „Sneaker“ genannt. Aber meisens ist dies ein solcher, welche seine Freunde auch cool finden, finden könnten oder sogar ebenfalls besitzen. Da kommt kein Influencer mit in seine Kaufentscheidung.

Auch Firmen, welche viel in die Werbung investieren äussern Zweifel, ob digitale Influencer eine Rolle spielen. Wenn Sie es dann noch mit einem sehr respektablen Budget testen, und die Zahlen ernüchternd sind, lässt dies aufhorchen (z.B. Christian Meyer von müllermilch mit Fakten während seiner Präsentation beim MCLago).

PS: Statistia liefert mir Daten wie die obigen für relativ viel Geld.  Alles sekundär Daten, d.h. solche welche andere Organisationen gesammelt haben. Einiges ist sehr gut, anderes wie das obige ist irreführend.

Basierend auf solchen Angaben, lässt mich dies an der Qualität der Services von Statista Zweifel aufkommen.

D.h. wenn immer ich was sehe glaube ich den Angaben erst, wenn ich die Originaldaten gecheckt habe. Das lässt mich die Studie dann oft ignorieren. Grund: Nicht repräsentative Stichprobe. Fragen waren schlecht formuliert.

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Inwieweit lassen SIE  oder Ihre Freunde / Freundinnen sichvon Influencers auf Instagram, YouTube oder einem Blog beeinflussen?
Den Selbsttest finden Sie in unserer Umfrage

2. Online Influencer: Rekrutierung

Recruiter kennen das, einen talentierten und motivierten Kandidaten zu finden ist nicht einfach. Ob nach Einstellung sich der rekrutierte Kandidat auch als guter Mitarbeiter bewährt, ist nicht immer garantiert.

Aus diesem Grunde versucht man den Rekrutierungsprozess möglichst systematisch aufzubauen. Damit hofft man die Fehlerquoten klein zu halten.

Doch im Modebereich und Influencer Marketing wird hier oft nach dem Schema Daumen mal Pie vorgegangen. Der Glaube scheint zu sein, dass es schon gut gehen wird: „Schauen wir mal.“

Beispiel: Anna Maria Damm, WAS MACHT EIGENTLICH DIE EX-GNTM-KANDIDATIN? im Cosmopolitan (9. Oktober 2015). Da wird jemand als Star porträtiert. Auch ihr Modeblog wird angepriesen. Natürlich promoted aus irgend einem Grunde Cosmopolitan auch deren YouTube Kanal und das Instagram Konto.

Doch ist die Anna Maria Damm eine Influencerin? Ist eine Zusammenarbeit für unser Modelabel eine gute Lösung?

2.1  Es braucht Stamina und Ideen

Influencer zu sein braucht ein gewisses Stamina. Kim Kardashian ist sowas von unausstehlich wie Sie Ihren Hintern zur schau stellt. Doch egal ob uns dies gefällt, es gibt Labels welche viel Geld dafür bezahlen, dass Sie deren Produkt trägt, dieses in Tweets erwähnt, usw.

Doch im Gegensatz zu Kim Kardashian, viele dieser Sternchen kommen und gehen. Ein Beispiel ist Anna Maria Dam mit ihrem Anka Blog. Der letzte Eintrag vom Mai 2016 zeigt sie im Bikini am Strand. Seither ist tote Hose.

Dieses Beispiel zeigt , dass es gar nicht so einfach ist, regelmässig zu bloggen. Es gibt aber auch lobenswerte Gegensätze welche regelmässig interessante Inhalte publizieren, wie z.B.:

Doch um dieses Niveau zu erreichen, investieren diese Damen viel Herzblut, Zeit, Kreativität und Ideen über Jahre hinweg.

All dies hatte die Anna Maria Damm nicht zu genüge für ihren Blog. Das Manko an Herzblut spiegelt sich wieder im Instagram Konto von Anna Maria Damm.

2.2 Ein Fernsehauftritt reicht nicht

Was der Nutzen von Influencers noch mehr in Frage stellt, ist eine neue Studie. Diese zeigt,  die Transportierung von Aufmerksamkeit, welche eine Person auf TV oder Print Medien erhält schwappt nicht automatisch rüber in die Social Networks.

Dies ist in der Grafik unten aus einer 2017 publizierten Studie illustriert. Hier wurden Hollywood Stars und deren Ripple in Social Networks untersucht. Wie dieser Ripple oder die Resonanz auf deren Social Media Aktivitäten möglicherweise auf Printmedien oder TV rüber schwappt war ebenfalls ein wichtiges Thema.

Die Resultate sind ernüchternd.

Quadrant 1 (oben rechts) zeigt Hilary Swank und Sandra Bullock, wo Social Media Nachrichten auf traditionelle Medien übernommen werden und umgekehrt. Quadrant 3 mit Jodie Foster, Denzel Washington oder Whoopi Goldberg in Quadrant 3 sind Beispiele, wo die Reaktion in einem Medium wie z.B. TV, auf Informationen in Social Medien und umgekehrt, eher gering ist.
Quadrant 1 (oben rechts) zeigt Hilary Swank und Sandra Bullock, wo Social Media Nachrichten auf traditionelle Medien übernommen werden und umgekehrt. Quadrant 3 mit Jodie Foster, Denzel Washington oder Whoopi Goldberg in Quadrant 3 sind Beispiele, wo die Reaktion in einem Medium wie z.B. TV, auf Informationen in Social Medien und umgekehrt, eher gering ist.

Die oben angezeigte Grafik von Joshi und Trusovjacr (März 2017) zeigt, wie sich Viralität zwischen Medien manifestiert. Das heisst, Nachrichten in Print werden nicht automatisch auf Social Media weitergereicht. Gleiches gilt auch in umgekehrter Richtung.

Die Studie illustriert, dass eine Person welche an einer Fernsehshow teilnimmt, wie z.B. Germany’s Next Top Model oder ein Teilnehmer vom DSDS 2017 | Deutschland sucht den Superstar | 14. Staffel – RTL.de, nicht automatisch zum Social Media Influencer mutiert.

Lesenswert

Joshi, Amit, A. & Trusovjacr, Michael (April 2017). Are you a “viral star”? Conceptualizing and modeling inter-media virality. JACR, 2(2), 196-215. Retrieved, July 18, 2017, http://dx.doi.org/10.1086/691215

3.  Unterwäsche und Influencer

Wir wissen jetzt also, dass wenn über einen Filmstar im Fernsehen gesprochen wird, dies nicht unbedingt grosse Wellen auf Social Media wirft. Das umgekehrte ist ebenfalls der Fall.

Das zeigt natürlich, dass vieles was als effektives Influencer Marketing verkauft wird, leider nicht auf knallharten Fakten und steuerungsrelevanten Kennzahlen basiert.

Auch ist unklar inwieweit sich Verbraucher oder Konsumenten von solchen Influencers beeinflussen lassen. Es kann ja sein, dass ich was auf einer Foto schön finde, aber kaufen wir nun dieses Badekleid? Haben wir es in ein paar Tagen schon wieder vergessen?

Diese und andere Fragen sind der zentrale Teil einer Umfrage welche Marie-Luis Uibel als Teil ihrer Bachelor Thesis gestartet hat. Sie will Antworten …

Helfen sie Marie-Luise, machen Sie mit:

Haben Sie mit Mode was am Hut? Dann interessiert Sie diese Umfrage!

Sie hat dazu die tatkräftige Unterstützung  vom Marketing Club Lago e.V. (#MCLago).

Ebenfalls wird sie vom Competence Circle Digital Marketplaces (#CCdigitalM) vom Deutschen Marketing Verband e.V. (#DMV) unterstützt.

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Machen Sie bitte mit in der Umfrage zur Mode – Influencers und Mode

3.1  Influencer und Word-of-Mouth

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen.

Ist es eher der Instagram User oder aber jemand der auf YouTube Videos einstellt?

Grundsätzlich kann ich natürlich sagen, dass mir etwas gefällt welches die Influencerin auf einem Foto auf Instagram zeigt. Doch lasse ich mich soweit beeinflussen, dass ich das Produkt auch kaufen möchte?

Mit anderen Worten, wenn ich sehe wie ein Influencer coole Unterwäsche trägt, gehe ich dann hin und:

  1. Kaufe mir das gleiche Produkt im Laden?
  2. Kaufe mir die gleiche Unterhose online?
  3. Überlege ein wenig um mich dann aber gegen einen Kauf zu entscheiden?
  4. Lasse ich mich nicht von solche Dingen wie der Anpreisung von Produkten auf YouTube beeinflussen?

Was wir heute schon wissen ist, dass eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers der falsche Ansatz ist.

Wenn wir unsere Influencers gewählt haben, ist die Frage ob diese die #Hashtags wie z.B. #MCLago, #BrandBuzz, #DrKPI oder  was bringen. Unsere Analysen zeigen z.B., dass Influencer diese Hashtags oft nicht richtig nutzen.

Wahrnehmung der Marke, Glauben über die Marke und Einstellung zum Modelabel wie Dolce & Gabbana sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Bademode und Unterwäsche: Was bringen Influencer?

Wenn wir Influencer Marketing nicht richtig einsetzen, können die Dinge nicht richtig funktionieren.

Das Resultat ist, dass wir nicht beweisen können, wie Influencer Marketing die wichtigen Kennzahlen beeinflusst. Steuerungsrelevante Kennzahlen  wie z.B. Umsatz und Ertrag: Werden diese durch Influencer Marketing positiv beeinflusst?

So einfach ist das und doch wiederum so schwierig 🙂  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.

Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man das Influencer Marketing richtig macht?
  • Lassen Sie sich von Influencern in Ihrem Verkaufverhalten beeinflussen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Die Studienresultate erhalten sie als Teilnehmer exklusiv im Oktober und kostenlos.

Machen Sie mit:  Umfrage zur Mode – wie kaufen ich und meine Freundin besser ein

Urs E. Gattiker - DrKPI

Professor Urs E. Gattiker - DrKPI ist Europa's führender Experte für Social Media Analyse, Analytics & Marketing (siehe seine Fachbücher). Urs ist CEO von DrKPI, einer Firma für Smart Data Science. Diese hilft Brands deren digitales Marketing zu optimieren. Er ist Präsident des Marketing Club Lago - #MCLago vom Deutschen Marketing Verband.

21 thoughts on “Influencer Marketing: TV, Instagram oder Blog?

  • 23. Juli 2017 at 15:13
    Permalink

    Wäsche und Bademode über Influencer ist im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Thema.

    Generell verfolge ich sehr gerne Blogs zum Thema Fashion und Interieur Design.

    Hier kann man sich gute Inspiration holen und wir haben uns gerade für unser Haus von einigen Ideen beeinflussen lassen. Das schauen wir aber auch auf Instragram odere Pinterest an.

    Für Fashion schaue ich mir gerne Street Style Fashion Blogs oder Blogs, die sich bei Fashion spezialisieren auf Sonderthemen wie zB Nachhaltigkeit, an: http://www.kiwikado.com/blog/nachhaltige-bademode

    Ein aktuelles Beispiel, das es aber auch nach hinten los gehen kann, gab es erst vor einigen Tagen:
    http://www.absatzwirtschaft.de/coralliebtdeinekleidung-ist-das-die-peinlichste-instagram-kampagne-2017-110571/

    Im B2B Bereich ist das Marketing über Influencer noch sehr wenig m.E. im Einsatz. Kennst Du hier eventuell einen Business Case?

    PS: Das Survey habe ich ausgefüllt, sehr interessant.

    Reply
    • 23. Juli 2017 at 19:40
      Permalink

      Liebe Taina

      Ich teile meine Antwort auf.

      Teil 1

      Herzlichen Dank das du das Survey ausgefüllt hast, dass hilft uns riesig viel 🙂
      Hoffe noch viele werden es ausfüllen auf:

      http://j.mp/2uj0lmf

      Thanks for doing that.
      Grüessli
      Urs
      #DrKPI

      Reply
    • 23. Juli 2017 at 20:10
      Permalink

      Teil 2

      Liebe Taina

      Den Kiwikado Blog finde ich sehr stark. Der hat interessante Sachen nicht nur auf Fashion und Nachhaltigkeit, sondern auch was Ernährung und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion betrifft.
      Das ist eher sehr selten aber sehr spannend.

      Ich wollte gleich kommentieren. Aber ich muss gestehen, ich habe es gelassen. Warum? Weil man sich zuerst registrieren muss, um überhaupt kommentieren zu können. Ich wollte einfach keinen weiteren Login.

      Ich hoffe das kann die Autorin Susann Heymann noch ändern.

      Denn der Blog würde viel mehr Leser Engagement und Kommentare bekommen, wenn man sich nicht registrieren müsste. Bin ich überzeugt.
      Wir haben diesen tollen Blog genannt Kiwikado auch in unserer Datenbank .

      Der Blog ist wirklich lesenswert, ich hoffe die Autorin macht es uns bald möglich zu kommentieren ohne dass wir dort einen Login brauchen.

      Taina, danke für diesen Tipp.
      Urs

      Reply
      • 24. Juli 2017 at 11:43
        Permalink

        Lieber Urs,

        vielen Dank für Deine E-Mail und das positive Feedback! Ich habe mir Dein Anliegen direkt zu Herzen genommen und die Kommentarfunktion auf Kiwikado geändert. Jetzt kannst Du kommentieren, ohne Dich mit Facebook & co. registrieren zu müssen.

        Das Survey habe ich ebenfalls ausgefüllt!

        Liebe Grüße,
        Susann

        Reply
        • 24. Juli 2017 at 11:56
          Permalink

          Liebe Susann

          Vielen Dank, für Deine nette Antwort per eMail…. und das öffnen der Kommntarfunktion auf Deinem Blog, sodass man sich nicht mehr einloggen muss.

          Ich habe natürlich gleich kommentier, versteht sich http://www.kiwikado.com/blog/yoga-workout
          Der Blog gefällt mir zu gut.

          Auch vielen Dank, dass du den Fragebogen ausgefüllt hast. Wir sind schon auf 100 aber wollen 300 und mit Leuten wie Dir und vielen anderen schaffen wir es noch.
          Hoffe du hast noch Freundinnen und Freunde die es auch ausfüllen werden, jeder Teilnehmer ist uns wichtig. Wir wollen besser verstehen wie diese Influencer Dinger funktionieren.
          Da wird viel behauptet aber ob das wirklich wichtig ist mit den Konsumenten und deren Kaufverhalten ist nicht klar.

          Nochmals danke und weiterhin viel Spass beim Bloggen.
          Herzlichst
          Urs
          #BlogRank #Brandbuzz

          Reply
    • 23. Juli 2017 at 20:31
      Permalink

      Teil 3

      Die Coral Kampagne ist das Beispiel aus der Absatzwirtschaft.

      Danke Taina, denn das Beispiel zeigt, dass man die Dinge richtig angehen muss ansonsten ist das Geld zum Fenster hinausgeworfen.

      Ja wirklich peinlich…. wenig Substanz, viel „sexual undertones“ und irgendwie nicht wie Unilever.
      Die Holländer sind doch sonst so Social Media savvy (z.B. KLM) … was ist denn hier passiert 🙂

      Wir haben das mal in unserer Datenbank getestet…. ein totaler Flop. Die Hashtags werden überhaupt nicht genutzt in den Social Networks.

      „#Coralcares“, „coralcares“, „#CoralliebtdeineKleidung“, #coralliebtdeinekleidung“

      Die Resultate sind ernüchternd. Wird fast nicht gebraucht als Hashtags, wenn dann im negativen Zusammenhang… und lustig ist, dass die Medien mehr darüber schreiben als z.B. Blogger oder Instagramer.

      Z.B. was macht die @gracecapristo ein Influencer. Wenn man über 107’000 Followers hat, davon gut 40% Fake Accounts und nur gerade 10 Clicks auf seine Facebook Seite bekommt (haben wir gerade gemessen) auf einem Link den man teilt (0.0001% und weniger), dann ist das ein Influencer?

      „Come again, something wrong in the State of Denmark“ wie man so schön sagt. Wenn ein „Influencer“ so wenig Resonanz erhält, wie kann man dann Leute beeinflussen? Kaufen die jetzt wirklich mehr Coral Produkt?

      Ich glaube die Werbeagentur muss noch das 1 x 1 von Influencer Marketing lernen 🙂 Ich würde mich schämen, wenn wir unseren Kunden so was liefern würden…

      Schlimm ! Unilever sollte da vielleicht einmal über die Bücher?

      Herzlichst Urs

      Reply
  • 25. Juli 2017 at 12:51
    Permalink

    Lieber Urs
    Toller und sinnvoller Beitrag, da habe ich gleich mitgemacht und geteilt.

    Viel Erfolg wünsche ich der Marie-Luis.

    Liebe Grüsse
    Petra

    Reply
    • 25. Juli 2017 at 21:10
      Permalink

      Liebe Petra

      Herzlichen Dank für das Lob. Von Dir, das weiss ich sehr zu schätzen.

      Danke auch für das Teilen. Wir haben ein paar Teilnehmer, d.h. ausgefüllte Fragebogen bis jetzt bekommen.

      Doch wir brauchen immer noch ca. 160 bis wir unsere 300 haben.

      Aber wenn viele Leute es teilen http://j.mp/2uj0lmf, dann kriegen wir die von uns gewünschte Zahl bald 🙂

      Vielen Dank Petra und auf bald

      Reply
    • 25. Juli 2017 at 21:20
      Permalink

      Uebrigens Petra,

      Was ich einfach interessant finde ist das wir von Influencers sprechen, aber nicht genau messen können was diese Leute tun können.
      Ein paar Instagram Followers sind das eine, Substanz und interessante Besprechungen von Design Fragen, Mode-Accessories, usw. was anderes.

      Wenn die Influence Agentur es nicht fertig bringt Dialog und einen Social Ripple für deren Beitraege zu bekommen.

      Das schlimmste ist, wenn eine Vermittler-Agentur wie Style Ranking in Reports versucht zu erklären was die Trends sind in Sachen Influencer Marketing, der eigene Blog jedoch fast null Einfluss hat (siehe oben). Auf Social Networks ist die Resonanz = 0

      Das lässt mich schon staunen. Deshalb freue ich mich so auf die Studie von Marie-Luis, sie wird sicherlich Licht in dieses Dunkel schaffen.

      Reply
  • 25. Juli 2017 at 21:36
    Permalink

    Ich versteh auch manchmal nicht was so alles im Netz passiert, ich bin auch schon einmal auf des Ergebnis gespannt. Ich jedenfalls vertraue einem seriösen Blogger mehr als der Werbung. Wer seine Berichte geschönt schreibt fällt sehr schnell auf, das kann sich kein guter Blogger leisten.
    LG Petra

    Reply
  • 1. August 2017 at 20:34
    Permalink

    Im Abschnitt 2.2 „Ein Fernsehauftritt reicht nicht“, zeigt die Grafik, wer erfolgreiche Kampagnen umsetzt. Sie erreichen neben den klassischen Kanälen auch die Social Media. Einer, der dazu gehört ist George Clooney mit Nespresso „what else“.

    Für mich ein gelungenes Beispiel mit 25 Jahren Geschichte im Marketing. Darauf gestossen bin ich über einen Link zur NESPRESSO’S INSTAGRAM INFLUENCER MARKETING CAMPAIGN

    Thema ist hier der Übertritt von Nespresso aus dem europäischen in den amerikanischen Markt mit Social Media und über Instagramm. Videoproduktionen mit witzigen Geschichten, einem professionellen Auftritt mit klar durchgezogenem Stil zeichnen Markenbotschafter und Image aus. Im Zentrum immer der Slogan „what else“ in allen möglichen Spielarten. Meisterhaft umgesetzt! Kompromisslos! Das braucht es auf allen Ebenen, damit es wirklich funktioniert.

    Hier ein paar Links zum Stöbern
    Artikel, der beschreibt, wie zwei Stars gemeinsam die Marke pushen.

    George Clooney Is Finally Pitching Nespresso in the U.S., With Help From Danny DeVito

    Videos mit den Geschichten und Backstage Infos (die auch immer gut ankommen beim Publikum):

    George Clooney und Danny de Vito oder: Wie kommt man zu gutem Geschmack?

    1. Nespresso Training Day. George Clooney und seine Partnerschaft mit Nespresso

    2. Was bedeutet das Engagement für Nachhaltigkeit? Nespresso | Choose A Cup Above

    3. George Clooney und Black Jack oder: Warum „what else“ immer noch funktioniert! Nespresso ‚What Else‘ – Epiphany

    4. George Clooney und Black Jack oder: Wie hinter guten Stories immer harte Arbeit steckt! Epiphany by Nespresso

    Reply
    • 1. August 2017 at 21:02
      Permalink

      Liebe Yvonne

      Ich teile meine Antwort in 4 Teile auf:

      TEIL 1

      Herzlichen Dank für Deinen Kommentar mit den vielen interessantent Links.
      Das zeigt sehr gut wie man eine Kampagne aufsetzen kann.

      Die Grafik oben im Blogeintrag zeigt jedoch auch, dass George Clooney’s TV spots wenig Coverage bekommen in den Social Media Kanälen, d.h. die Synergie ist viel weniger hoch als z.B. bei anderen Stars wie Sandra Bullock.

      George Clooney noch Danny de Vito sind hier die beste Wahl… aber die Videos sind trotzdem lustig, interessant und unterhaltsam.

      Herzlichst
      Urs

      Reply
      • 1. August 2017 at 21:10
        Permalink

        Liebe Yvonne

        TEIL 2

        Nespresso von Néstlé lässt Leute wie George Clooney, Adam Gallagher – soll ein men’s lifestyle influencer sein – über sein Produkt Nespresso auf Instagram Fotos posten.

        Doch hier gibt es keine Angaben, dass Geld die Hände gewechselt hat.

        Nach deutschem Recht oder auch schweizerischem ist dies unlautere Werbung. Die Schauspieler wie auch der Influencer Adam Gallagher kassieren für das Posten dieser Fotos Geld.

        null

        Instagram – Beitrag wie oben angezeigt

        Solche Beiträge müssen auch in den USA gekennzeichnet sein. Diese Problematik haben wir hier diskutiert

        Blogger Stolpersteine und Compliance

        Herzlichst
        Urs

        Reply
      • 1. August 2017 at 22:24
        Permalink

        Lieber Urs
        ja, einverstanden. Ich merke grad, dass bei Instagramm die Influencer in der Regel einen anderen Hintergrund mitbringen, als Moviestars.

        Habe mich hier von der Namensliste auf der Grafik blenden lassen (diese Promis sind nicht in Social Media gewachsen und verkörpern nicht sich selber als Marke, sondern treten eher als Botschafter von einer Marke auf; ausser sie stehen für sich selber; das ist bei George Clooney und Nespresso nicht der Fall). „Influencer“ als Markenbotschafter aus der klassischen Werbung funktionieren auf Instagramm nicht.

        Somit ist klar, dass George Clooney hier keine Durchschlagkraft erzielen kann. Das liegt in der Natur der Sache.

        Reply
  • 9. September 2017 at 9:26
    Permalink

    Sehr aufschlussreicher Beitrag.

    Leider haben viele Unternehmen noch nicht begriffen, dass das beworbene Produkt zur Thematik der Influencer passen muss.

    Besonders offensichtlich ist das in der Reisebranche.

    Warum will uns jemand einen Föhn aufdrücken, wenn wir als Onebagger mit einem 27 Liter kleinen Rucksack durch die Welt reisen?

    Dass Unternehmen auch nicht merken, welche Influencer sich gerade 2.000 Fans auf Instagram erkauft haben, ist auch etwas tragisch.
    Da muss man sich nur einige Bilder anschauen und hat es schon herausgefunden.

    Reply
    • 9. September 2017 at 10:02
      Permalink

      Liebe Alina und Deian

      Herzlichen Dank für die Infos

      Abgesehen das ich mit Euch gleicher Meinung bin, nimmt es mich natürlich schon Wunder wie du dies and den Bildern siehst du schreibts

      Dass Unternehmen auch nicht merken, welche Influencer sich gerade 2.000 Fans auf Instagram erkauft haben, ist auch etwas tragisch.
      Da muss man sich nur einige Bilder anschauen und hat es schon herausgefunden.

      Auf was guckt Ihr denn genau?

      Alina und Deian, mich würde interessieren ob ihr da Fotos anguckt und so 3 Punkte oder so beurteilt und dabei sieht, nicht authentisch… etc.
      Ich würde mich fruen hier ne Antwort zu erhalten.

      Den Blog von Euch habe ich auch angeschaut, sehr schön und interessant
      https://lifesimply.rocks/de/

      Dieser ist auch in unserer Datenbank: https://drkpi.de/rank/*/*/*/*/*/lifesimply.rocks/de/ (anklicken)
      Reply
  • 9. September 2017 at 10:24
    Permalink

    Gerne beantworten wir die Frage.

    Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass immer mehr Wannabe-Influencer Follower (mit/ohne Likes und Kommentaren) erkaufen, weil viele Firmen schlichtweg fordern, dass man als Influencer mindestens 2.000 Follower haben soll – so starten die also gleich von der Pole-Position und arbeiten nicht wie wir monatelang an ihrem Instagram-Konto.

    1. Die erste gelbe Karte ist das Engagement: Wenn man 2.000 Follower und weniger als 100 Likes bei einem Foto hat.

    Das kann schlichtweg nicht sein, da die Engagement-Rate unter ein Prozent liegen würde. Mit rund 500 Followern haben wir bei unseren Bildern teilweise 180 Likes.

    2. Auch offensichtlich sind Profile, die 2.000 Follower und eine Handvoll Bilder im Profil haben .

    3. Schwer zu erkennen sind Stock-Fotos von Unsplash und Co., die wir auf einigen Profilen immer wieder sehen.
    Hier muss man schon Erfahrung haben und Zeit auf solchen Seiten verbringen.

    Wir laden selbst Fotos auf Unsplash hoch (CC0-Lizenz) und kennen die beliebtesten Werke. Immer wieder stoßen wir auf Profile von Leuten, die sich die Bilder herunterladen und angeben, sie wären ein um den Erdball reisender Influencer.

    Natürlich gibt es Dienstleister, die 2.000 Fans nicht über Nacht einschleusen, sondern systematisch aufbauen. Dennoch bringen die recht wenig, da sie kein Engagement zeigen.

    Hier müssen Firmen einfach lernen, dass Engagement wichtiger als die Anzahl der Followers.

    4. Kommentare sind eine andere Sache.

    Bots erkennt man an den kurzen, teilweise unpassenden Comments: Cool, Awesome, Good pic – meist noch mit einem coolen Emoji drangehängt. Aktive Menschen antworten auf Kommentare und es entsteht eine Diskussion.

    Weitere Fragen beantworten wir gerne.

    Liebe Grüße
    Alina & Deian

    Reply
    • 9. September 2017 at 11:50
      Permalink

      Liebe Alina und Deian

      Vielen Dank für diese ausführliche Antwort. Das ist natürlich hilfreich. Was das so in etwa heisst ist, das man auf die folgenden Dinge achten musst

      4 WARNSIGNALE
      1. Wie gut ist das Engagement? Klar ist, mehr Followers heisst weniger Engagement aber authentische Accounts wo die Besitzer sich auch mit den Followers austausen haben mehr Engagement in der Form von LIkes (sieht man immer wieder … Corporate Instagram Accounts haben oft fast keine Likes)

      2. Handvoll Bilder und nicht mehr. Mia culpa, ich habe auch nur ein paar oben… und dann habe ich entschieden, dass für unsere Firma Instagram nicht wichtig ist … wir machen B2B.

      3. Stock Photos. Auch hier habe ich schon 1 x sowas hochgeladen aus unserem Blog, aber es ging weder um Reisen noch Kochen. Trotzdem, authentische oder selber gemachte Fotos di man nicht noch durch Photo editing Software hat durchlaufen lassen sind sicherlich besser.
      Das gilt auch für den Blog. Eigene Grafiken von denen man ein Image in den Blog einbaut oder Fotos sind besser als Stock Photos (siehe http://Lumendi.eu/de – das eine Stock Photo is einfach ein wenig steril)

      4. Kommentare von Bots: Da bin ich mir nicht ganz so sicher, manchmal gibt es auch Leutchen die nur solche Kommentare hinterlassen.
      Aber ich finde wie auch in Blogs, auf Instagram sind Kommentare das ware Signal ob ein Nutzer wirklich Engagement hat mit seinen Followers oder eben nicht.
      Ein Like dauert weniger als 1 Sek, einen Kommentar schreiben heisst auch auf Instagram ein wenig Zeit investieren und diesen tippen.

      Danke für diese 4-Punkte Checkliste, sehr interessant.

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