Brand Strength: Wie sich Influence Marketing für Marken lohnt

In Kürze: Wie helfen Blogger die Marke zu stärken?
Sollen wir uns auf Instagram oder den Blog konzentrieren?
Markenimage und Markenstärke sind hilfreich. Doch wie gut der Schuh passt ist wichtiger beim Kaufentscheid als Markenstärke.

Markenstärke oder Brand Strength kann man sich laut David A. Aaker als kleinen Kommode oder Sekretär im Kopfe des Konsumenten vorstellen. Diese Kommode hat 3 Fächer:

1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke.
2. Assoziation und Glauben (Beliefs) über die Marke.
3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

In diesem Zusammenhang sind Blogger wie auch bekannte Instagram Nutzer nicht unbedeutend.

Sie können helfen die Wahrnehmung der Marke bei der gewünschten Zielgruppe zu verbessern. Wenn es funktioniert beeinflussen sie auch die Ansichten des Konsumenten zur Marke und helfen dessen Einstellung gegenüber dem Brand zu verbessern (siehe Buch von David A. Aaker).

Die Idee ist mit Hilfe des Influencer indirekt die Reichweite (die Leser des Influencer Blog) und auch Glaubwürdigkeit der Marke für das Unternehmen zu verbessern (siehe auch  Gastbeitrag von Meike Leopold).

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1. Influencer Marketing

Beschreibt eine Person welche dank ihrer starken Präsenz und hohen Ansehens für bestimmte Fachthemen für das Unternehmen in Sachen Marketing interessant ist. Themen sind z.B. Fashion / Style, Finanzen, Hausbau, Bioprodukte, usw.

Einfluss Marketing oder auf Neudeutsch Influencer Marketing (auch Influence Marketing) genannt fokussiert auf Personen die andere Menschen beeinflussen. Influencer ist ein um 2006 – 2o07 entstandener und bekannt gewordener Begriff. Eine allgemeine Definition gibt es weder für Influencer Marketing noch für Meinungsführer.

Wir sollten ebenfalls berücksichtigen, dass Influencer Marketing sich nur dann lohnt wenn daraus eine gewünschte Aktivität erfolgt.

Unless influence goes beyond awareness and results in action, it is a navel gazing exercise (DrKPI – Einfluss erhöht den Bekanntheitsgrad. Doch nur wenn es zur Aktion führt (z.B. Kauf, Registrierung für den Newsletter) ist es mehr als eine Nabelschau.

Eine Marke / Brand oder Organisation will in jedem Markt mit ein paar wenigen Influencern zusammenarbeiten. Dabei erhofft sich die Marke, dass der mögliche Kunde der ein Hotel oder nach einen neuen Finanzdienstleister sucht die Produktbesprechung des Blogger liest.  Nur somit kann die Wahrnehmung der Marke gesteigert und die Einstellung des Leser gegenüber dem Brand verbessert werden. Dies erhöht wiederum die Markenstärke – auch Brand Strength genannt.

Ob dabei das Image auf Instagram helfen kann ist natürlich eine andere Frage.

Dies bedeutet jedoch ebenfalls, dass Einfluss sehr schwierig zu messen ist. Yann Ropars schrieb in einem Beitrag über die 50 einflussreichsten Blogs zum Thema Radrennen das Einfluss eine dreidimensionale Sache ist welche wie folgt beeinflusst wird:

…Trust per topic, Real-Time vs Long Tail, Resonance across mediums (Vertrauen zum Thema X, Vergleich von Kurzeit mit Langzeit Einfluss, Resonance über verschiedene Medien)

Die Visibilität eines Bloggers kann sich über Jahre hinweg ändern oder konstant bleiben. Die Resonance reflektiert sich auch im Social Sharing. Inhalte vom Finanzblog werden eher auf LinkedIn als auf Pinterest geteilt. Fashion oder Inneneinrichtung wird eher auf Instagram geteilt. Je nach geographischen Markt wie z.B. USA spielt hier auch Pinterest eine wichtige Rolle.

Lesenswert: Brand image and reputation: VW pays dearly for #Dieselgate

1.1  Beeinflussung der Leser

Der Einfluss eines Blogger lässt sich auch anhand der Anzahl Kommentare messen. Um einen Kommentar zu schreiben muss sich der Leser erst einmal die Zeit nehmen den Beitrag zu lesen.

Nach dem Studium kann die Leserin, wenn der Beitrag bei ihr auf Resonanz stösst, einen Kommentar schreiben. Doch dies hängt auch davon ab, ob der Blogger Einfluss hat. Das heisst, eine einflussreiche Fashion Bloggerin kriegt eher viele Kommentare als ein noch unbekannter Modeblogger.

Bei einflussreichen Bloggern verspüren die Leute eher die Lust eine Antwort oder ein Hallo zu hinterlassen.

Einflussreiche Fashion / Style Bloggers in Austria

Uebrigens, 7,750 Likes auf Instagram sind interessant aber oft eine Art Reflex (schön = Like). Inwieweit dies die Leserin beeinflusst hat ist unklar.

1.2  Meinungsführung

Huffaker (2010) fand in seinen Daten mit Google Groups, dass einflussreiche Gruppenmitglieder (d.h. Meinungsführung oder Influencers) öfters und längere Kommentare oder Beiträge schrieben.

Dies können wir messen indem wir die Durchschnittslänge einer Antwort des Blogger in den Kommentaren zu Blogeinträgen als einen der Massstäbe verwenden.

Die Daten mit Hilfe des DrKPI Index für jeden Blog hier eintippen – 3 weitere Klicks und die Daten im Detail 

Die Annahme hier ist, dass die einflussreiche Bloggerin mehr Kommentare erhält als der weniger einflussreiche Blogger. Aus diesem Grunde zeigt sich dann auch, dass er oder sie mehr Antworten schreiben muss auf gute Kommentare (z.B. Kaushik).

Es kann sein, dass ein Autor with Matt Coutts nicht alle Kommentare beantwortet aus den 100 oder 200 die er für jeden Blogeintrag bekommt. Doch inmitten dieser vielen Kommentare finden sich sicherlich 20 Antworten von Matt Coutts an seine LeserInnen. Somit erhält er hier meistens das Maximum der möglichen Punkte.

Kalkulation im Blog gemäss DrKPI Index

2. Was ist Ihre Meinung? Mitdiskutieren!

–  Wie nutzen Sie das Influencer Marketing auf Instagram oder dem Blog?

–  Haben sie für Ihren Betrieb die besten Influencer für die Zusammenarbeit gefunden?

–   Kennen Sie erfolgreiche Beispiele?

Dieser Blogeintrag setzt die Resultate des DrKPI BlogRank der besten LifeStyle Blogger in Austria, Deutschland und der Schweiz in den Kontext des Blogger Relations Marketing.

3. Schlussfolgerungen: Eyeballs nützen wenig

Laut Facebook können weniger als 12% der Fans einer Seite deren News Updates sehen. Wieviele Menschen unsere Inhalte sehen hängt auch davon davon ab, wo wir die Inhalte posten, Tag der Woche, Zeit, Leserverhalten, usw. Forschung hat schon 2012 gezeigt, dass fast 40% der US Nutzer dem Netzwerk oft für mehrere Wochen fernbleiben.

Die obigen Kennzahlen bedeuten, dass wenn es gut geht eine Seite mit 5,000 Likes nach Angaben von Facebook mit Hilfe des Algorithm nur 500 Fans den Update im Newsfeed sehen.  Doch werden es noch weniger Leute sein die den Update sehen, da fast 40% dieser 500 ja für einige Tage Facebook nicht nutzen. Nach einigen Tagen lässt sich dann der Update kaum noch finden oder interessiert auch nicht.

Und auch wenn Guy Kawasaki schon immer sagte, „eyeballs is what matters“ stimmt dies jedoch nur sehr beschränkt. Mit unseren 1,000 Followers gibt es vielleicht 5% Klicks auf einen getweeteten URL. Bei Guy’s 1Mio nur 0.01% der Twitter Followers welche den Link anklicken (siehe unser Test mit Guy Kawasaki und DrKPI).  100 oder vielleicht 200 Klicks wenn es hoch kommt für meine 1Mio Followers, ist das Resonanz oder Einfluss?

3% sind es jedoch alleweil wenn Lady Gaga oder Taylor Swift über ihren Auftritt („I am getting ready“) mit Foto tweeten.  Quantität und Qualität aus der Fan Perspektive sind hier relevant. Lieber 3 für mich relevante Tweets als Taylor Swift Fan als 10 Tweets täglich von Guy Kawasaki…. wovon 3 schon gestern und weiter 4 innheralb der letzten Woche schon 1 oder 2 x getweetet wurden.

Nur weil jemand viele Facebook Fans hat, heisst dies noch nicht, dass es die Person schafft Leser oder Fans zu beeinflussen. Auf 100,000 Webseiten Besucher von Google gibt es 1,531 Verkäufe, von Facebook 6 und Twitter 0.01 laut Zahlen von 2011. Diese Kennzahlen sind für 2016 noch schlechter geworden.

Tabelle 1: 5 Fragen zur Verbesserung des Influencer Marketing

1. Market Strength: Wie kann uns der Blogger helfen  eine bessere / positivere Wahrnehmung, Assoziation und / oder Einstellung für unsere Marke zu erreichen?

2. Datenanalyse: Haben wir nach Land, Themen (z.B. Finanzblog oder Styleblog) und Resonanz/Engagement die für uns wichtigsten Influencer identifiziert?
Martha Lane Fox (Gründerin lastminute.com) rät hier sich nicht auf das Bauchgefühl zu verlasen.

3. Blogger Relations: Arbeiten wir mit Bloggern die mit ihren Lesern im Dialog sind und diese mit ihrer Expertise beeinflussen?

4. Zielgruppe: Erreichen wir diese besser auf Instagram, Blog, usw.?

5. Umsetzung: Ist die Bloggerin wie auch unsere Marketing Abteilung zufrieden mit dem Arrangement = Win-Win Situation?

3.1  Blogger hilft Wahrnehmung, positive Einstellung und Assoziation mit der Marke zu verbessern

Eine Bloggerin mit einem kleineren Kreis von Lesern der Beiträge liest und kommentiert ist hier sicherlich für die meisten Marken sehr interessant. Auch könnte die Zusammenarbeit angenehmer sein als mit der Star Stylistin, deren Blog eine Einöde ohne Leser Engagement darstellt.

Die Verbesserung der Markenstärke hilft somit die subjektive Wertschätzung der Marke beim Kunden zu erhöhen. Hier leistet die Bloggerin welche ein Produkt bespricht wichtige Hilfe. Diese Arbeit unterstützt wiederum den Verkauf aber führt auch zur verbesserten Brand Equity (Chart zum Brand Equity Thema – kleine pdf Datei)

Positive Assoziationen mit dem Brand sind wichtig. Aber wenn dann der Fussballschuh von Nike zu schmal ist für den Fuss meines Sohnes, kaufen wir trotzdem Adidas.

Branding und Beeinflussung mag wohl funktionieren aber muss wegen speziellen Umständen nicht unbedingt zum Kauf führen (siehe Adidas : Nike). Da ist Markenstärke dann kein Thema mehr sondern nur noch ob der Fussballschuh sitzt oder nicht mehr 🙂

Dieser Beitrag hat unter anderem von den Ideen, Kritik und Hilfe von Sabina Brauner, Michèle Krüsi, Valeria Mella, Mirjam Herms und viele andere Mitglieder der Schweizer Fashion, Beauty & Lifestyle Blogger group auf Facebook profitiert.

Der Autor erklärt hiermit, dass er keinen möglichen Interessenkonflikt sieht, der wegen Publikation, Inhalt und seiner Autorschaft für diesen Beitrag entstanden sein könnte.
Die Fehler oder falsche Interpretationen dieses Inputs liegt bei Urs E. Gattiker und dem DrKPI Team.

Uebrigens: Ziel des DrKPI BlogRank ist die Bewertung der Qualität eines Blog. Mit Hilfe der Kennzahlen kann sich dann der Blogger verbessern wie z.B. die Anzahl und Qualität der Leserkommentare steigern.

Doch gibt es für die Qualität eines Blog keine Definition die weit verbreitet und auch akzeptiert ist. Die Definition besteht auf jeden Fall aus verschiedenen Faktoren wie z.B. Schreibweise, Verweis auf weiteres Material, visuelle Qualität, Leserkommentare, usw. Dies hat jedoch auch zu Folge, dass wir kein perfektes Ranking erstellen können. Mit anderen Worten, jedes Ranking hat Vor- und Nachteile.

Primäre Funktion eines Blog Ranking

Dem Blogger zu helfen seine Inhalte noch relevanter und interessanter für seine Zielgruppe zu machen. Dieses Ziel wird dann erreicht, wenn das Ranking aufzeigt, dank welcher Änderungen der Blogger erfolgreicher kommuniziert.

4. Mehr erfahrenANKLICKEN - der DrKPI Blog Health Check

60-Minuten Health Check: Content Marketing
Corporate Blog: 5 Tipps für knackige Überschriften
Blogger Relations und Compliance richtig gemacht
3 Trends im Social Media Monitoring
10 kostenlose Social Media Monitoring Tools
Ratgeber Strategie: 6 Regeln von den Profis

Urs E. Gattiker - DrKPI

Professor Urs E. Gattiker - DrKPI ist Europa's führender Experte für Social Media Analyse und Analytics (siehe seine Bücher). Er arbeitet weiterhin mit Start-Ups (z.B. Lumendi Ltd.). Urs ist CEO der CyTRAP Labs GmbH.

14 thoughts on “Brand Strength: Wie sich Influence Marketing für Marken lohnt

  • 9. Mai 2016 at 15:33
    Permalink

    Lieber Urs, spannendes Thema und super geschrieben und recherchiert.

    Sehr interessant was likes und Follower bei Instagramm und Facebook betrifft. Bei beiden Plattfirmen bin ich auch angemeldet. Wenn ich jetzt nur mich betrachte… ich lese Blogs täglich.
    Ist für mich wie eine Zeitung oder Zeitschrift.
    Ich kümmere mich um meinen Blog und meine Leserinnen täglich.

    Facebook… nachdem mein Handy mir zeigt ich hätte 254 Nachrichten, 56 Einladungen und 11 Anstupser schau ich nach 😉 .
    Nutze Facebook aber rein privat, nicht mit meinem Blog gekoppelt.

    Instagram nutze ich nicht wirklich um irgendetwas zu lesen. Bunte Bildchen sind schön. Das war es für mich aber auch. Wie gesagt, ich spreche nur von mir.
    Würde also im Prinzip zu dem Bild passen, was hier beschrieben wird.

    Toller Post, liebe Grüße in die Schweiz, Tina

    Reply
    • 9. Mai 2016 at 20:07
      Permalink

      Liebe Bettina

      Danke für diesen Kommentar. Ich gebe jedoch sogleich zu, dass ich das nicht jeden Tag und nicht einmal jede Woche schaffe einen Blogeintrag dieser Art zu schreiben. Meistens alle 2 Woche.

      Recherchieren, Links zu anderen Beiträgen, usw. braucht viel Zeit. Darum ist für mich ein Foto auf Flickr oder Instagram oder wo immer nicht vergleichbar mit einem Blogbeitrag der deiner Zielgruppe wirklich Mehrwert bietet.

      Für mich sind Plattformen wie Flickr oder Instagram auch solche wie Twitter dazu da mir Informationen zu bringen, sei das mit Hilfe eines Tweet oder aber mit einer guten Foto. Doch wenn es darum geht ein Thema etwas genauer zu beleuchten, dann ist ein Blogeintrag wichtig. Auch die Kommentare sind oft sehr interessant und bringen weitere wichtig Gesichtspunkte zur Diskussionsrunde.

      All dies schaft weder ein Foto auf Flickr noch eines auf Instagram. Also, Bettina, weiter bloggen ist wohl das Beste für uns beide.

      Auf jeden Fall lohnt es sich für die Leser und auch für die Marken / Firmen wenn es darum geht mit Influencer mit Hilfe von Blogger Relations zusammen zu arbeiten.

      Grüessli aus der Schweiz
      Urs

      Reply
      • 10. Mai 2016 at 9:19
        Permalink

        Liebe Bettina

        Hier habe ich noch ein interessantes Buch bekommen zum Thema Agile Markenführung. Das für mich tolle an dem Buch ist, dass ich mir die Dinge welche ich im Unternehmen oder mit Hilfe von Social Media umsetzen kann aussuche und den Rest nicht nutze (weil er für mich z.B. zu teuer ist… d.h. ideal für Grossfirmen aber nicht für einen KMU – Klein und Mittelstand Unternehmen 1 – 500 Vollzeitangestellte).
        das Buch
        Bruce, Annette & Jeromin, Christoph (2016). Agile Markenführung. Wie Sie Ihre Marke stark machen für dynamische Märkte. Wiesbaden: Springer Gabler. Aufgerufen, am 10. Mai, 2016 auf http://www.springer.com/de/book/9783658118082

        Das Buch zeigt auf, wie schwierig es ist Brand Equity und Markenimage in einem sich rasch wachsenden Umfeld anzupassen, inklusive… neue Social Networks. Z.B. sollen wir Facebook oder Instagram nutzen, oder Snapchat…. hängt unter anderem auch davon ab, welche Ziele wir mit der Markenführung verfolgen.

        Grüessli
        Urs

        Reply
        • 12. Mai 2016 at 16:03
          Permalink

          Urs, vielen Dank für den Tipp zu unserem Buch an dieser Stelle!

          Der Einsatz von sozialen Medien ist aus unserer Erfahrung wirklich ein Thema, das Unternehmen aller Größenordnungen beschäftigt, von 1-Mann/Frau bis Konzern.

          Wir selbst sind ja auch ein kleines Berater-Team und nutzen einen Firmen-Blog mit Posts zu Neuigkeiten rund um unser Geschäft und themenbezogenen Fachbeiträgen.

          Da unser Geschäft B2B ist, haben wir uns bewusst entschlossen, sonst nur noch XING und LinkedIn zu nutzen, hauptsächlich zur „Verteilung“ der Blog Posts.

          Twitter oder Facebook finden wir im Beratungskontext nicht so passend. Außerdem muss man dafür ja auch eine gewisse Post-Frequenz hinbekommen, was ziemlich Ressourcen bindet – bei sehr ungewissem Nutzen.

          Also, ganz im Sinne der agilen Markenführung: Orientierung erleichtert Entscheidungen – auch mal „Nein“ zu sagen.

          Reply
  • 9. Mai 2016 at 17:58
    Permalink

    Lieber Urs

    Sehr interessant dieses Thema und da hast du auch einige interessante Sachen aufgeführt inklusive Links zu weiteren Ressourcen.

    Ich glaube für ein Unternehmen bringt Instagramm nur beschränkt was. Fotos sind schön doch wie hilft dies meinen Brand zu stärken. Wohl kaum.

    Bei einem Blog sehe ich das anders. Das geht mehr in die Tiefe. Hält auch länger und Qualität bringt dem Leser was.

    Klasse Post
    Dibylle

    Reply
    • 9. Mai 2016 at 18:48
      Permalink

      Liebe Dybille

      Danke für diese Hinweise. Ich glaube ebenfalls, dass es schwierig ist „Instagram“ Nutzer als Brand Botschafter zu nutzen.

      Aber es gibt natürlich auch Instagram Nutzer welche diese Plattform wie Facebook als zusätzlichen Kanal nutzen. Dabei haben sie immer noch einen äusserst gut gemachten Blog der von Lesern rege kommentiert wird.

      Auch beantworten sie die Fragen/Kommentare der Leserinnen fast immer mit Antworten die Mehrwert bieten.

      Somit, ja ich bin Deiner Meinung aber im Zusatz zum Blog kann, z.B. in Fashion ein Instagram Account interessant sein. Wie man dessen Resonanz und Influencer Potential misst ist mir jedoch noch immer ein Rätsel.
      Habe bis jetzt auch niemand gefunden der dies erklärt und dann auch demonstriert wie er dazu die Daten erhobt.

      Aber vielleicht weiss einer unserer Leser hier mehr?
      Grüessli
      urs

      Reply
      • 27. Mai 2016 at 21:59
        Permalink

        Lieber Urs,

        ja zum Nutzen von Instagram wie ihr hier gerade diskutiert, kann ich aus meiner Erfahrung nur Positives berichten.

        Ich habe das so als Modebloggerin nicht erwartet. Ich kann durch die Fotos sowohl die Blogmarke als auch meine eigene Credibility stärken und auch neue Kontakte knüpfen sei es für sponsored posts oder Blogleser.

        Umgekehrt informiere ich mich gezielt durch hashtags und gehe zu Shops, wenn mich etwas interessiert. Engagement mit der Leserschaft ist aber unabdingbar.

        Snapchat nutze ich seit Kurzem auch. Wirkt nochmal anders.

        Herzlichen Dank für die freundliche Erwähnung!

        Reply
        • 28. Mai 2016 at 11:41
          Permalink

          Liebe Sabina

          Danke für Deinen Kommentar hier den ich sehr interessant finde.

          Ich habe geschrieben: „Uebrigens, 7,750 Likes auf Instagram sind interessant aber oft eine Art Reflex (schön = Like). Inwieweit dies die Leserin beeinflusst hat ist unklar.“ Du schreibst in deinem Kommentar – als Antwort und auf deiner Erfahrung basierend:

          Ich kann durch die Fotos sowohl die Blogmarke als auch meine eigene Credibility stärken und auch neue Kontakte knüpfen sei es für sponsored posts oder Blogleser.

          Das kaufe ich dir sofort ab. Aber wie geht das genau vor in der Praxis. Kannst du dies ein wenig erklären vielleicht mit Antworten zu diesen 3 Fragen bitte:

          1. Wie manifestiert sich die Stärkung Deiner Blogmarke auf Instagram?
          2. Wie erhöht Instagram deine Credibility?
          3. Wie findest du neue Kontakte?

          Freundlichst
          Urs

          Reply
          • 28. Mai 2016 at 12:19
            Permalink

            Lieber Urs,

            Hier meine Antworten
            Punkt 1: Also das merke ich an den Kommentaren der User.

            Wenn ich auf meinem Blog schreibe, mein Stil ist europäisch und kalifornisch geprägt.
            Um noch ein Beispiel zu geben, dies ist immer noch weniger wirkungsvoll als wenn ich auf Instagram ein Bild von mir von vor 20 Jahren mit einem kurzen Text dazu poste.

            Womit wir auch schon bei Punkt 2. von dir sind:
            Das Bild habe ich im Rahmen einer Bloggerchallenge gepostet, die über einen ganzen Monat lief, angeregt von blogchicks.de. Jeden Tag ein anderes Thema.

            Ich hatte mir dies wohl überlegt da mitzumachen. Ich wollte immer ein kurzes Häppchen über mich und mein Leben, den Blog etc. erzählen.
            Das hat den Austausch mit Followern sehr gestärkt und intensiviert.

            Und so sind wir bei Punkt 3. Das funktioniert
            -über hashtags, weil einem ein Thema gefällt,
            -über Kommentieren bei anderen oder
            -durch solche Aktionen wie die Challenge, wo man über gemeinsame Themen ins Gespräch kommt.

            Hoffe, das beantwortet deine Fragen soweit.
            Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
            LG Sabina

          • 28. Mai 2016 at 12:56
            Permalink

            Liebe Sabina
            Danke für diese aufschlussreichen Antworten welche ich für mich nochmals kurz zusammengefasst habe:

            1. Wie manifestiert sich die Stärkung Deiner Blogmarke auf Instagram? Antwort: Kommentare, Stil aber Fotos von mir 20 Jahre jünger sind populär…
            2. Wie erhöht Instagram deine Credibility? Antwort: Infos in kleinen Häppchen bringt Kontakte und erhöht Credibility
            3. Wie findest du neue Kontakte? Antwort: Hashtags, kommentieren bei anderen Instagram Usern, bei Challenges mitmachen… ins Gespräch kommen.

            Ich finde Punkt 1 mit der Foto (überspitzt – jünger = mehr Resonanz) sehr interessant. Vielleicht hat dies mit der jüngeren Crowd auf Instagram zu tun welche eher auf jüngere Leute ansprechen als auf uns älteren Semester.

            Das mit den Tidbits (kleinen Häppchen) finde ich auch sehr interessant (Punkt 2). Grund könnte sein, dass es dies für die Leute auf dem Mobile einfacher macht zu antworten… alle Info kriegt man auf einen Blick ohne scrollen zu müssen.

            Punkt 3 macht auch sehr viel Sinn, bei anderen kommentieren und dank Hashtags auch von anderen Nutzern gefunden werden.

            Übrigens, ich nutze Flickr (gegründet 10 Februar 2004) welches auch das Sharen von Fotos erlaubt. Bei mir sind es aber fast immer eine Art Infografik mit Chart, Foto, Metrics, Figures, Facts und ganz wenig Text. Eine Art visuelle Online Bibliothek für mich selber https://www.flickr.com/measure-for-impact/

            Auch dir Sabina, wünsche ich ein tolles Weekend.
            Grüessli, Urs

            Wegen Snapchat werde ich Dich auch noch fragen müssen 🙂 Vor allem warum Snapchat, WhatsApp, Kik, usw. Ich bin einfach dort wo die meisten meiner Kontakte auch zu finden sind.

          • 29. Mai 2016 at 9:48
            Permalink

            Liebe Sabina

            Da habe ich noch was gefunden heute in der Zeitung. Ja ich lese halt auch noch Print 🙂

            Da wird auch über Instagramm gesprochen, speziell Kendall Jenner und Gigi Hadid welche mit 72 Million Follower, aber wenig Charisma und Glaubwürdigkeit beschrieben werden. Anscheinend sind die Modelabels und -Brands darauf gekommen, das die Zahlen alleine noch nicht zeigen ob sich eine Kollaboration lohnt oder nicht. Das heisst wenn das Label mit Leuten zusammenarbeitet deren Image vielleicht die Marke schödigen könnte (z.B. Der Label Balmain…)

            – Die Modebranche zahlt bis zu $300,000 für Fotos mit diesen Sternchen auf Instagram.
            – US-Vogue verlangt $200,000 für eine einseitiges Inserat – billiger als Social Media … aber wer ist wirksamer Vogue oder die Sternchen?

            Weber, Bettina (2016-05-29) Das mit den „Instagirls“ steht auf wackligen Beinen. „Viele Follower gleich viel Aufmerksamkeit“ lautete bis anhin das Credo in der Modebranche. Jetzt ist man sich da nicht mehr so sicher. Sonntags Zeitung, S. 58. Retrieved online: http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Sonntags-Zeitung-Das-mit-den-Instagirls-steht-auf-wackligen-Beinen-Kendall-Jenner-Gigi-Hadid.pdf.

            Interessant, die Experten der Modebranche haben das Gefühl es funktioniert nicht, wir von DrKPI haben die Zahlen dazu was Blogs betrifft. Stil, Originalität und Engagement bringt mehr als FAshionability 🙂 was die Mode-, Fashion- und Style-Blogs betrifft 🙂

        • 28. Mai 2016 at 18:36
          Permalink

          Das schreibe ich auf Englisch, einfacher. Entschuldigung.

          A few thoughts about Snapchat (the photo-messaging app) with more than 100 mio daily active users.
          It has just raised $1.8bn to a total of about $2.16bn.

          Interesting is that it made just $59mio revenue at the end of 2015 (it hopes to make $250 to 350 mio in 2016). Not much for its investors. Fidelty (a fund manager) a major Snapchat investor wrote down the value of its investment in Snapchat by 25% in the 3rd quarter of 2015.

          WHAT DOES THIS MEAN?

          Frankly I am worried that this unicorn (these are private companies worth more than $1 billion) as well as Twitter will have a difficult time to be still with us in 5 years. Burning too much money too fast…. while revenues (not even their growth) do not justify these valuations.

          So I wonder if I invest as a brand in these (e.g., posting, engaging with fans, etc.), will they be around in a few years or close their virtual doors…. making me loose my content?

          READ MORE:
          Kuchler, Hanna (27 May, 2016). Technolkogy. Snapchat overcomes scepticism to raise $1.8bn in funding. FT, p. 15. Retrieved, May 28 from http://www.ft.com/intl/cms/s/0/68e551b6-234e-11e6-9d4d-c11776a5124d.html

          Snapchat generates revenue from ads, including photo & video ads that appear in „stories“, series of snaps that last 24 hours. Sometimes it splits revenues with publishers.

          Reply
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